ÖGJ fordert Bekenntnis zur Ausbildungsgarantie, auch wenn sie teuer ist

Lehrlingsschutz verbessern, sonst droht Kündigungswelle im Herbst

Wien (ÖGJ/ÖGB) - "Vom AMS bis zur Bundesregierung müssen jetzt alle an einem Strang ziehen, damit die Ausbildungsgarantie nicht von der alarmierend steigenden Jugendarbeitslosigkeit überrollt wird", sagt der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Michlmayr. Seit Februar des Vorjahres ist die Zahl der Arbeitslosen bis 25 Jahre um fast 36 Prozent gestiegen.

"Eine gute Ausbildung ist das beste Mittel, um später weniger stark von Arbeitslosigkeit bedroht zu sein. Deshalb gilt: Wer einen Ausbildungsplatz sucht, muss diesen auch bekommen. Wenn nicht in einem Unternehmen, dann in einer überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahme", so Michlmayr. Die Ausbildungsgarantie sei in einer Phase der Hochkonjunktur beschlossen worden, "aber in der Krise ist sie noch wichtiger. Von der Regierung ist jetzt ein Bekenntnis gefordert, dass die Jugendlichen nicht auf der Straße stehen gelassen werden, auch wenn die Kosten für die Ausbildungsmaßnahmen höher ausfallen als ursprünglich angenommen." Die Aufstockung der AMS-Betreuer für Jugendliche sei jedenfalls ein wichtiger Schritt.

Um die Zahl der Jugendlichen, die ohne Lehrstelle dastehen, nicht weiter explodieren zu lassen, fordert Michlmayr die Wiedereinführung des Kündigungsverbots für Lehrlinge. "Derzeit können Lehrlinge nach Ablauf jeden Lehrjahres gekündigt werden, in der Praxis also meistens im Herbst. Wenn der Gesetzgeber nicht eingreift, droht eine Kündigungswelle", warnt der ÖGJ-Vorsitzende.(fk)

ÖGB, 2. März 2009 Nr. 111

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