Große Jugend-Sozialaktion mit P. Sporschill in Wien

Unter dem Titel "Concordia 72" startet der Jesuit am 14. März im Wiener Erzbischöflichen Palais einen Aktionstag für Jugendliche -Festmesse mit Kardinal Schönborn im Stephansdom

Wien, 2.3.09 (KAP) Am 14. März startet P. Georg Sporschill, der "Engel der Straßenkinder" Osteuropas, im Wiener Erzbischöflichen Palais eine große Jugend-Sozialaktion. Unter dem Titel "Concordia 72" will P. Sporschill an diesem Tag 72 Jugendliche dazu animieren, selbständig Sozialinitiativen zu gründen. Die Zahl 72 bezieht sich auf eine Stelle im Lukas-Evangelium, in der es heißt, dass Jesus 72 Jünger aussuchte und sie aussandte "in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte" (Lukas-Evangelium 10,1). Die Palette der möglichen Aufgabenfelder ist breit gestreut und reicht beispielsweise von der Arbeit mit Migranten über Hilfe für Obdachlose bis zu Einsätzen zur "Bewahrung der Schöpfung".

Der Startschuss zu der Sozialaktion fällt am Samstag, 14. März, um 16 Uhr mit einem umfangreichen Musik- und Bühnenprogramm im Arkadenhof des Wiener Erzbischöflichen Palais (Wollzeile 2, 1010 Wien). Dabei werden u.a. gemischte rumänisch-österreichische Musikgruppen auftreten und Jugendliche und ehemalige Straßenkinder aus Rumänien aus ihrem Leben berichten. Auch werden sich dabei bereits die ersten sozialen Jugendinitiativen vorstellen. Um 18 Uhr feiert Kardinal Christoph Schönborn gemeinsam mit P. Sporschill im Stephansdom für die Jugendlichen eine Festmesse. Für 19.30 Uhr ist eine "Konfrontation mit dem Kardinal" geplant, bei der sich der Wiener Erzbischof den Fragen der Jugendlichen stellen wird.

P. Sporschill möchte mit seiner neuen Aktion österreichischen Jugendlichen die Möglichkeit bieten, sich sinnvoll für eine bessere Welt und mehr Mitmenschlichkeit einzusetzen. Es sei tragisch, so der Jesuit, wenn Jugendliche in der Wohlstandsgesellschaft das Gefühl hätten, nicht gebraucht zu werden. Vandalismus oder Komatrinken seien deutliche Folgen dieser gesellschaftlichen Entwicklung. Er wolle mit seiner Jugendaktion ein Zeichen dagegen setzen, betont P. Sporschill. Vor kurzem hatte der Jesuit in Wien auch angekündigt, demnächst ein größeres Haus für Volontäre in Rumänien in Betrieb zu nehmen, sodass weit mehr als nur 30 junge Menschen gleichzeitig bei P. Sporschills Sozialprojekten mitarbeiten können.

Im Oktober 1991 war P. Sporschill im Auftrag der Caritas mit drei ehrenamtlichen Mitarbeitern und einem vollgepackten Kleinbus nach Rumänien gekommen, wo er in sechs Monaten ein kleines Heim für Straßenkinder aufbauen sollte. Das erste Kinderhaus wurde erworben und renoviert. Gleichzeitig begann die Arbeit am Bukarester Nordbahnhof und auf den Straßen. Im Jänner 1992 wurde die Organisation "Concordia" gegründet. Im Laufe der Jahre wurden in Bukarest und anderen rumänischen Städten weitere Kinderhäuser gegründet.

So wurde in Pitesti, 80 Kilometer nördlich von Bukarest, eine aufgelassene Kolchose erworben und zu einer Farm für Kinder und Jugendliche mit Wohnhäusern, Landwirtschaft, Bäckerei, Schlosserei, Tischlerei ausgebaut. Seit 2004 ist P. Sporschill mit seiner Hilfsorganisation auch in Moldawien tätig, 2006 folgte die Ukraine und seit 2008 gibt es auch in der bulgarischen Hauptstadt Sofia ein Sozialzentrum für Kinder und Jugendliche. (ende)
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