Kickl: Arbeitslosigkeit ist große Herausforderung

Leider sind derzeit weder SPÖ noch ÖVP dieser Aufgabe auch nur halbwegs gewachsen

Wien (OTS) - "Die derzeitige Arbeitslosigkeit ist eine enorme Herausforderung, die mehr verlangt als nur ein paar rot-schwarze Lippenbekenntnisse", erklärte heute FPÖ-Arbeitnehmersprecher NAbg. Herbert Kickl zu den aktuellen Zahlen zum Arbeitsmarkt. 301.695 Betroffene seien eine dramatische Entwicklung, die selbst von einer völlig abgehobenen SPÖ-ÖVP-Regierung unter Kanzler Faymann und seinem Minister Hundstorfer nicht mehr schöngeredet werden könne. Gerade die Tatsache, dass der stärkste Anstieg bei den Jobsuchenden unter 25 zu verzeichnen sei, müsse den Verantwortlichen eigentlich zu denken geben. "Ein Arbeitsmarkpaket, das endlich massiv bei der Aus- und Weiterbildung ansetzt, ist das Gebot der Stunde. Das Verwalten der Arbeitslosen führt nur in eine Sackgasse und ist angesichts der Wirtschaftskrise brandgefährlich", betonte Kickl. Zu kritisieren sei hier auch die derzeit gängige Schulungspraxis: Rechne man die in Schulung befindlichen Personen dazu, waren Ende des Monats bereits 359.678 Personen arbeitslos. "Ein unhaltbarer Zustand, der einmal mehr deutlich widerspiegelt, dass die vom AMS ausgelagerten Schulungen oftmals nur zur Schönung der Arbeitslosenstatistik dienen. Angesichts des jüngsten AMS-Skandals um verschwundene Gelder von Konten des Arbeitsmarktservice, indem auch ein Schulungsinstitut und sein Geschäftsführer eine prominente Rolle spielte, ist die dringende Evaluierung aller Arbeitslosenkurse ein Gebot der Stunde", fuhr der freiheitliche Arbeitnehmersprecher fort.

Auch die Entwicklung bei der Kurzarbeit - das AMS rechne, dass Ende März bereits 38.395 Personen in insgesamt 200 Betrieben von Kurzarbeit betroffen seien - müsse alle Alarmglocken läuten lassen. Von der Kurzarbeit zur Arbeitslosigkeit sei es oft nur mehr ein kleiner Schritt. "Man hat noch immer den Eindruck, dass SPÖ und ÖVP auf Zeit spielen. Dabei hat etwa das WIFO bereits im Dezember 2008 eine gezielte Qualifikation von Arbeitskräften statt kurzfristige 'Feuerwehraktionen' gefordert. Dies ist schon seit langem die Position der FPÖ", so Kickl abschließend.

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