WGKK und BM Alois Stöger verleihen Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung

Obmann Bittner: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Rückgrat wirtschaftlichen Erfolgs

Wien (OTS) - Bereits zum fünften Mal hat die Wiener Gebietskrankenkasse als zuständiger Sozialversicherungsträger heute, am 2. März 2009, das Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) verliehen. Übergeben wurde die Auszeichnung von Gesundheitsminister Alois Stöger, diplômé.

Ausgezeichnete Unternehmen

Als Regionalstelle des im Jahr 2000 gegründeten Österreichischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung unterstützt die Wiener Gebietskrankenkasse auf Wunsch Unternehmen und Organisationen dabei, gesundheitsfördernde Maßnahmen im Rahmen nachhaltiger Prozesse umzusetzen. Ausgezeichnet wurden heute folgende Organisationen:

  • Bundesministerium für Finanzen
  • Steuer- und Zollkoordination Wien
  • Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG
  • Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
  • Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft

Das Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung ist drei Jahre gültig. Inklusive der heute ausgezeichneten Organisationen können in Wien derzeit zwölf Organisationen ein BGF-Gütesiegel vorweisen.

Betriebliche Gesundheitsförderung zahlt sich aus

Franz Bittner, Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse, zeigte sich anlässlich der Preisverleihung überzeugt: "Gesunde und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Rückgrat wirtschaftlichen Erfolgs. Und zwar gerade in wirtschaftlich so schwierigen Zeiten, wie wir sie derzeit und wohl noch auf längere Sicht erleben. Qualitätsgesicherte BGF-Projekte sind eine große Chance, dieses Rückgrat zu stärken. Ich freue mich für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in den heute ausgezeichneten Betrieben von Gesundheitsförderung profitieren. Besonders stolz bin ich natürlich darauf, dass mit dem Hauptverband und der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft unsere Dach- und eine Schwesterorganisation die strengen Kriterien erfüllt haben."

Auch Gesundheitsminister Stöger betonte den hohen Stellenwert von betrieblicher Gesundheitsförderung: "Die Menschen verbringen ein Drittel ihres Lebens im Betrieb. Betriebliche Gesundheitsförderung kann den Arbeitsplatz auf Gesundheitsmaßnahmen überprüfen und eventuelle Krankmacher entlarven. Gleichzeitig bedeutet es für ein Unternehmen natürlich eine große Herausforderung, sich so umzugestalten, dass die Mitarbeiter nicht nur ihrer täglichen Arbeit nachgehen, sondern auch einen Beitrag zur Erhaltung ihrer Gesundheit leisten können. Daher gratuliere ich allen Unternehmungen und lade sie dazu ein, betriebliche Gesundheitsvorsorge auch in Zukunft in den Vordergrund zu stellen und weiterzuentwickeln."

Dass sich betriebliche Gesundheitsförderung auch aus wirtschaftlicher Sicht lohnt, hat das Institut für Höhere Studien (IHS) in einer Studie eindrucksvoll belegt: Fehlzeiten gingen um bis zu 36 Prozent zurück, die damit verbundenen Kosten um bis zu 34 Prozent.

Im Idealfall, wenn also alle Erwerbstätigen in Österreich von qualitätsgesicherter BGF profitieren könnten, ergäbe das laut IHS einen volkswirtschaftlichen Einspareffekt von 3,64 Mrd. Euro. Das entspricht in etwa 1,7 Prozent des österreichischen Bruttoinlandsprodukts.

BGF-Gütesiegel - Kriterien und Gültigkeit

Möchte eine Organisation die für drei Jahre verliehene Auszeichnung verlängern, muss sie Folgeprojekte vorweisen können. Diese werden evaluiert und dienen dem Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung als Entscheidungsbasis für eine Wiederverleihung. Das Netzwerk für BGF arbeitet in enger Kooperation mit dem Fonds gesundes Österreich (FGÖ) zusammen, der dem Gesundheitsministerium untersteht.

Folgende Qualitätskriterien haben Gütesiegel-Anwärter unter anderem zu erfüllen:

  • ganzheitlicher Gesundheitsförderungsansatz
  • Einbindung und aktives Mitwirken der MitarbeiterInnen
  • Integration von BGF-Maßnahmen in die Arbeitsabläufe und in die Unternehmensphilosophie
  • laufende Evaluierung der Gesundheitsförderungsaktivitäten

Das Gütesiegel stellt die zweite Stufe qualitätsgesicherter, standardisierter BGF in Österreich dar. Der erste Schritt besteht in der Unterzeichnung der BGF-Charta. Damit verpflichtet sich eine Organisation, innerhalb von zwei Jahren erste Aktivitäten im Rahmen von BGF zu setzen. Wer darüber hinaus das BGF-Gütesiegel anstrebt, muss bereits abgeschlossene oder in den Regelbetrieb übergegangene Projekte vorweisen können. Die dritte und höchste Stufe ist der Österreichische Preis für BGF. Er wird alle zwei Jahre an einreichende Unternehmen vergeben, die auf ein gültiges Gütesiegel verweisen können.

Nähere Informationen zu BGF unter http://www.netzwerk-bgf.at/

Unternehmen, die sich für BGF im eigenen Betrieb interessieren, können sich an die BGF-Kontaktstelle der Wiener Gebietskrankenkasse wenden:

Wiener Gebietskrankenkasse Kontaktstelle für Betriebliche Gesundheitsförderung:

Anja Tesch, BA
Tel.: (+43 1) 60 122-2106
Mail: anja.tesch@wgkk.at

Rückfragen & Kontakt:

WGKK-Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Andrea Riedel
Tel.: (+43 1) 60 122-1351 oder 0664 - 80 885 1351
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Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG
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Karin.Berger@erstebank.at
Tel:050 100-17629

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