Arbeitslosigkeit: Grüne fordern Beschäftigungsoffensive und höheres Arbeitslosengeld

Schatz und Öllinger: Aktion 10.000 für Jugendliche

Wien (OTS) - Fast sechzigtausend arbeitslose Menschen mehr als vor einem Jahr, das übertrifft selbst die dramatischsten Prognosen der Entwicklung am Arbeitsmarkt. Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen: "Bisher hat die Politik nur unzureichend auf das enorme Ansteigen der Arbeitslosigkeit reagiert. Das Versprechen des Sozialministers, 20.000 Menschen zu qualifizieren, wirkt angesichts von 300.000 Jobsuchenden zynisch. Es ist das Eingeständnis, von der Situation überrascht zu sein und keine Rezepte zur Lösung zu haben."

Gestiegene Arbeitslosenzahlen und deutlich sinkende freie Stellen zeigen klar, dass viele Menschen für längere Zeit arbeitslos bleiben werden. Die ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, Birgit Schatz fordert Qualitätsoffensiven und Beschäftigungsausbau im öffentlichen und gemeinnützigen Bereich: "Die bisherigen Arbeitsmarktpakete etwa beinhalten kein Angebot für die jungen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren, obwohl bei diesen die Arbeitslosigkeit am stärksten gestiegen ist", erläutert Schatz und weiter: "Es muss dringend mit einer 'Aktion 10.000' begonnen werden. Diese schafft neue Arbeitsplätze für junge Menschen und berufliche WiedereinsteigerInnen im kommunalen und gemeinnützigen Bereich schafft, können echte Zukunftsperspektiven für 10.000 Menschen im Jahr eröffnet werden. Darüber hinaus hilft es den Gemeinden, verbessert die Infrastruktur und das Angebot an sozialen Dienstleistungen und verbessert die Lebens- und Einkommenssituation der Menschen".

Die Grünen warnen darüber hinaus vor einem Anstieg der Armut:
"Österreich hat derzeit das zweitniedrigste Netto-Arbeitslosengeld in der EU. Vielen Menschen droht daher aufgrund der drohenden Langzeitarbeitslosigkeit das Abgleiten in die Armut ", so Öllinger und weiter: "Das Arbeitslosengeld muss sofort von derzeit 55 Prozent auf zumindest 70 Prozent erhöht werden. Außerdem muss die Grundsicherung vorgezogen werden."

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