"Die großen Flüsse fressen unsere Augen"

Wien (OTS) - "Die großen Flüsse fressen unsere Augen", sagten früher die Einwohner von Burkina Faso in Westafrika, so schilderte es der an Onchozerkose erblindete Altbischof Dieudonne Yougbare im Gespräch mit 'Licht für die Welt' im vergangenen April. Dabei handelt es sich um die berüchtigte Flussblindheit, die durch einen Fadenwurm ausgelöst wird, der wiederum durch die "Blackfly" (die "schwarze Mücke" lebt vor allem an schnell fließenden Gewässern) übertragen wird.

"Onchocerca volvulus", so heißt jener Fadenwurm (die Weibchen werden im menschlichen Körper bis zu einem halben Meter lang), durch dessen Befall es zu heftigsten Immunreaktionen kommen kann: Es entzündet sich unter anderem die Hornhaut, sie trübt sich ein und schließlich erblindet der Patient.

Aktuell sind 37 Millionen Menschen in West, Zentral und Ostafrika (ein kleiner Teil davon auch in Lateinamerika und im Yemen) mit den Krankheitserregern infiziert.300.000 Menschen sind mittlerweile erblindet.

Seit einigen Jahren gibt es die globale Anstrengung, diese vermeidbare Blindheitsursache auszurotten. Dabei arbeiten Hilfsorganisationen wie 'Licht für die Welt' eng mit den Regierungen der betroffenen Länder und der Pharmaindustrie zusammen. (Merck stellt das Medikament Mectizan gratis zur Verfügung). Mit dieser gemeinsamen Anstrengung konnten in den vergangenen Jahren ca. 40 Millionen Menschen behandelt und 600.000 neue Fälle von Blindheit verhindert werden.

Damit diese schmerzhafte und eigentlich leicht behandelbare Krankheit besiegt werden kann, müssen nun die gemeinsamen Bemühungen intensiviert werden.

Denn die Schwierigkeiten liegen an einer jährlich erforderlichen, durchgängigen und regelmäßigen Medikation, welche besonders erschwert wird durch logistische Probleme (politische Unruhen) und Unwissenheit in der Bevölkerung.

In den kommenden Tagen, am 4. und 5. März, richtet die österreichische Hilfsorganisation 'Licht für die Welt' in Wien das diesjährige Meeting der NGO-Koordinationsgruppe zur Bekämpfung der Onchozerkose aus.

Dr. Tony Ukety, zentraler Koordinator der WHO, wird als einer von vielen Experten am 4. März bei einem Empfang die Fragen interessierter Journalisten beantworten.

'Licht für die Welt' engagiert sich seit 4 Jahren mit 100-en lokalen Helfern in Äthiopien im Kampf gegen Onchozerkose - 2008 wurden 1.332.299 Menschen mit Mectizan behandelt.

Spendenkonto: PSK 92.011.650 (BLZ 60.000)
Webtipp: www.licht-fuer-die-welt.at

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Margit Draxl
Pressesprecherin 'Licht für die Welt'
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