Sozialpartner: Ausbildungsoffensive für Lebensmitteltechniker/in

Neue Zukunftsperspektive für die Lebensmittelindustrie

Wien (ÖGB) - "Die Anforderungen in der Lebensmittelbranche haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert und es braucht heute wahre Allrounder/innen in der Lebensmittelindustrie", sagen Mag. Martin Lotz vom Fachverband der Lebensmittelindustrie und Gerhard Riess von der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN). "Mit dem neuen Lehrberuf ‚Lebensmitteltechniker/in’ haben wir auf die Bedürfnisse der Branche und des Arbeitsmarktes nach einer qualifizierten Ausbildung mit zukunftsträchtigen Berufsaussichten reagiert." ++++

Der neue Lehrberuf biete eine fundierte und moderne Ausbildung mit besten Chancen auf einen sicheren und gut bezahlten Arbeitsplatz. "Gerade die alarmierenden Zahlen steigender Jugendarbeitslosigkeit verdeutlichen, wie wichtig eine vielschichtige Ausbildung in einer sicheren Branche wie jene der Lebensmittelindustrie ist. Denn nur wer gut ausgebildet ist, hat auch in Zeiten schlechter Konjunktur gute Zukunftsperspektiven", sind sich die Sozialpartner einig. Gleichzeitig sichern sich die Unternehmen gesuchte Facharbeiter/innen und investieren damit auch in Ihre Zukunft.

Zwtl. Arbeitsteilige Lebensmittelproduktion stellt höchste Anforderungen

In der dreieinhalbjährigen Ausbildung lernen die angehenden Lebensmitteltechniker/innen den gesamten Prozess von der Produktion über die Verpackung bis hin zur Planung und dem Entwickeln neuer Be-und Verarbeitungsmethoden unterschiedlicher Lebensmittel. "Derzeit bestehende Lehrberufe können das breite Spektrum an lebensmitteltechnischen Kenntnissen und die steigenden Anforderungen in der arbeitsteiligen Produktion von Lebensmitteln nicht zur Gänze abdecken", erklären die Sozialpartner den Hintergrund des neuen Ausbildungszweiges. Darüber hinaus werde durch das neue Berufsbild eine Lücke für jene Branchen geschlossen, die keine spezifischen Ausbildungen/Lehrberufe haben, wie beispielsweise die Gewürz-, Kaffeemittel-, Speiseöl- und Fett-, Stärkeindustrie.

Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, den neuen Lehrberuf auch für Mädchen attraktiv zu machen. Deshalb wurde auf eine ausgewogene Gestaltung der Lerninhalte zwischen technischen Elementen (Maschinenschlosser/in, Betriebselektriker/in, Verpackungstechniker/in) und jenen für die Lebensmittelproduktion typischen Fächern wie Warenkunde, Verarbeitungstechniken, Qualitätssicherung, uä. geachtet.

2008 startete der neue Berufszweig. "21 Burschen und Mädchen werden seither zu Lebensmitteltechniker/innen ausgebildet. Für 2009 erwarten wir mehr als doppelt so viele Lehrlinge", zeigen sich die Sozialpartner über das bisherige Interesse am neuen Lehrberuf erfreut.

Bei formellen Fragen wie der Aufnahme und Ausbildung von Lehrlingen im neuen Lehrberuf bitten wir um Kontaktaufnahme mit der Lehrlingsstelle der jeweiligen Landeskammer. Bei inhaltlichen Fragen erteilt Mag. Lotz vom Fachverband der Lebensmittelindustrie Auskunft. Detaillierte Informationen zum neuen Lehrberuf Lebensmitteltechniker/in finden Sie auch auf der Website des Fachverbandes unter www.dielebensmittel.at.

ÖGB, 2. März 2009 Nr. 109

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Lebensmittelindustrie
Mag. Martin Lotz
Tel.: +43 (1) 712 21 21 56
E-Mail: m.lotz@dielebensmittel.at
www.dielebensmittel.at

Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung
Irene Steindl
Tel.: +43 (1) 501 46 229
E-Mail: irene.steindl@gmtn.at
www.gmtn.at

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