Hundstorfer zu Arbeitsmarkt: 1 Milliarde Euro für aktive Arbeitsmarktpolitik - so viel wie noch nie

Anstieg der Arbeitslosigkeit mit ganzer Kraft entgegensteuern - 200 neue AMS-MitarbeiterInnen

Wien (BMASK/OTS) - "Die Auswirkungen der weltweiten
Wirtschaftskrise auf Österreich sind auch im Februar deutlich spürbar. Mit den aktuellen Arbeitsmarktdaten setzt sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit leider fort", sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer Montag zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten. Umso mehr sei es notwendig, die Probleme am Arbeitsmarkt offensiv anzugehen. " Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz! Mit einer Milliarde Euro für die aktive Arbeitsmarktpolitik steht mehr Geld als je zuvor für zielgerichtete Maßnahmen zur Verfügung", so Hundstorfer. Zudem werden ab sofort 200 zusätzliche AMS-MitarbeiterInnen eingestellt, um die Menschen schneller wieder in Beschäftigung zu bringen. ****

Die letzte Woche im Nationalrat beschlossene Kurzarbeit sei ein wichtiges und notwendiges Instrument, den ArbeitnehmerInnen über die Krise zu helfen. Künftig wird es möglich sein, bis zu 18 Monate kurzzuarbeiten. Auch die Verlängerung des Durchrechnungszeitraums von bisher 4 Wochen auf bis zu 6 Monate wurde beschlossen. Neu ist, dass Kurzarbeit künftig mit Qualifizierungsmaßnahmen verbunden werden kann: "46 Prozent der Arbeitslosen verfügen als höchste Qualifikationsstufe lediglich über einen Pflichtschulabschluss, der Schlüssel zu Beschäftigung liegt also in Bildung und Qualifikation, die wir den Menschen ermöglichen wollen", unterstrich Hundstorfer. Daher sollen heuer auch 20.000 arbeitslose Menschen durch Fachkräftequalifizierungsprogramme bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten.

Die Arbeitsmarktmilliarde wird in zielgerichtete Weiterbildungsprogramme fließen. So soll jeder Jugendliche, der einen Ausbildungsplatz will, auch einen bekommen. "In Summe sind 123 Millionen Euro für die überbetriebliche Ausbildung von 12.000 Jugendlichen vorgesehen", erläutert der Sozialminister. Hundstorfer kündigt ein 2. Beschäftigungspaket an, das vor allem die Neugestaltung der Altersteilzeit, eine Verbesserung der Bildungskarenz (Bildungskarenz plus) und eine Arbeitsstiftung für LeiharbeiterInnen vorsieht. "Denn die, die zu allererst ihren Arbeitsplatz verlieren, sind junge Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter", so Hundstorfer. (Schluss)

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