BZÖ-Huber: 400 Milchbauern werden Verträge gekündigt

Bauern sollen Krankenhäuser direkt mit Milch beliefern

Wien (OTS) - BZÖ-Agrarsprecher Gerhard Huber macht darauf aufmerksam, dass zwei Molkereien insgesamt 400 Milchbauern in Niederösterreich und dem Burgenland die Lieferverträge gekündigt haben. 270 Biobauern aus der Region Waidhofen/Ybbs bangen damit beispielsweise um ihre Existenz. Nachdem sich einige verzweifelte Bauern an den BZÖ-Agrarsprecher gewandt haben, geht dieser nun in die Offensive und lässt mit einem unkonventionellen Vorschlag aufhorchen:
"Die zuständigen Landesräte für Gesundheit sollen die Landeskrankenhäuser auffordern, diesen vom Untergang bedrohten Bauern die Milch abzukaufen und für ihre Patienten zu verwenden. Damit wäre hier die Existenz vieler Bauern gesichert", verweist Huber hier auf das Vorbild anderer Länder, wo seit einiger Zeit Biobauern Krankenhäuser direkt beliefern.

Generell fordert Huber, den Preisdruck auf die Bauern zu vermindern und kritisiert Landwirtschaftsminister Berlakovich. "Berlakovich führt in Brüssel Scheingefechte gegen genmanipulierte Lebensmittel, obwohl hier ganz Österreich hinter ihm stehen würde, auf der anderen Seite lässt der Landwirtschaftsminister die Milchbauern allein im Regen stehen. Ein Minister mit einer Katastrophenbilanz", so Huber. Der BZÖ-Agrarsprecher verlangt einen echten Milchgipfel aller Parteien, Interessensvertretungen und Beteiligten, wo ein österreichweites Hilfspaket für die Milchbauern erarbeitet werden soll. "Österreich lebt im wahrsten Sinne des Wortes von seinen Bauern und ihren natürlichen gesunden Produkten. Unsere Bauern sind das Rückgrat der Gesellschaft und dürfen nicht wie von vom schwarzen Dreigestirn Bauernbund, Landwirtschaftsminister und Raiffeisen im Stich gelassen werden", so Huber abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0002