FSG Spitzenkandidat, AK-Präsident Kalliauer unterstützt Proteste gegen die drohende Schließung des Postamtes Wels-Pernau

Wels (OTS) - Gestern Nachmittag protestierten BürgerInnen von Wels gegen die drohende Schließung des Postamtes Pernau. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer nahm an der Kundgebung teil und erklärte sich mit den Anliegen der TeilnehmerInnen solidarisch: "Es ist völlig inakzeptabel, dass die Post massive Verschlechterungen für Beschäftigte und Kunden plant, während sie gleichzeitig immer höhere Dividenden an die Anleger ausschüttet. Ich lehne daher weitere Postamtsschließungen massiv ab".

Die Schrumpfungspläne der Post seien eine Folge der verfehlten Privatisierungspolitik. Wichtige - bisher öffentliche -Versorgungsunternehmen wurden dadurch der Gier privater Anleger nach immer höheren Dividenden ausgeliefert. Den Preis zahlen die MitarbeiterInnen und KundInnen. Arbeitsplätzen werden abgebaut, Löhne gesenkt, das Angebot ausgedünnt und die Qualität verschlechtert.

"Wenn jetzt auch Landeshauptmann Pühringer die geplanten Schließungen als Provokation und inakzeptabel bezeichnet, ist das eine überraschende und erfreuliche Wende. Denn bisher war es seine Partei, die sich für Privatisierungen und Börsengänge öffentlicher Dienstleistungsunternehmen stark machte", sagte Kalliauer und erinnerte an die Pläne Pühringers, die Energie AG zu privatisieren, was von der SPÖ zum Glück verhindert werden konnte.

Wirtschaftlich gebe es für die geplanten Postamtsschließungen keine Rechtfertigung. Das gesamte Filialnetz habe nach Berechnungen der Postgewerkschaft einen positiven Deckungsbeitrag. Die Vorgehensweise beim Postamt Wels-Pernau sei geradezu typisch für die zynische Strategie des Postmanagements: Zuerst wird das Angebot ausgedünnt -in diesem Fall durch die Abschaffung der Möglichkeit, dort Pakete und Einschreiben abzuholen - und wenn dann die Kundenfrequenz zurückgeht, wird das als Begründung für die Schließung angeführt.

"Der Widerstand in Wels ist daher ganz wichtig für den Kampf gegen die Postamtsschließungen und gegen die weitere Privatisierung wichtiger öffentlicher Versorgungsunternehmen insgesamt", dankte Kalliauer den beteiligten Bürgern für ihr Engagement.

FSG 13/2009

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