Prototypen-Förderung: BMWFJ investiert in Innovation

EUR 1 Mio. Fördermittel für zwölf anwendungsnahe Forschungsprojekte österreichischer Universitäten

Wien (OTS) - Die austria wirtschaftsservice (aws) vergibt im
Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) Preise für zwölf anwendungsnahe Forschungsprojekte österreichischer Universitäten mit insgesamt rd. 1.000.000 EUR Fördermittel. Damit werden doppelt so viele Mittel vergeben wie bei der ersten "PRIZE" Förderung. Unter dem Motto "Vom Reißbrett zum Produkt" können die Forscher/innen damit Prototypen herstellen.

"Wir arbeiten jeden Tag für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft", sagt Johann Moser, Geschäftsführer von austria wirtschaftsservice (aws). "Für die Zukunft gilt:
Forschung und Innovation sind die beste Maßnahme für mehr Wohlstand und Wirtschaftswachstum." Und das gilt umso mehr in Zeiten konjunktureller Abschwünge. Die aws vergibt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend daher heuer zum zweiten Mal Fördergelder im Rahmen von "PRIZE" an viel versprechende Forschungsprojekte österreichischer Universitäten. "PRIZE" ist eine logische Ergänzung zum erfolgreichen
Patent- und Lizenzierungsprogramm uni:invent. Mit dem Preisgeld wird die Erarbeitung von Prototypen gefördert.

"Es ist ein großer Schritt von universitärer Forschung zu marktreifen Produkten", sagt Moser. Gerade damit potenzielle Entwicklungspartner oder Risikokapitalgeber ein Projekt beurteilen können, ist häufig ein Prototyp (proof of concept) hilfreich. Die Erstellung eines Prototyps kostet viel Zeit und Geld und verhindert daher oft den Sprung von der Invention zur Innovation, also einem marktfähigem Produkt. "Mit den "PRIZE" Förderungen versuchen wir dieses Hemmnis aufzulösen und hervorragenden Ideen aus Österreich zum Durchbruch zu verhelfen", erklärt Moser.

Die Auszeichnungen wurden am Abend des 26. Februars vom Bundesminister für Wissenschaft und Forschung vergeben. Minister Johannes Hahn: "Die Projekte zeigen, wie groß das Potential ergebnisorientierter Forschung und Entwicklung unserer Universitäten ist und wie viele Spitzenleistungen dort erbracht werden. Das Programm "PRIZE" ist ein wesentlicher Impuls für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft."Dem schließt sich der Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend, Reinhold Mitterlehner an: "Die erfolgreiche Überleitung von universitärer Forschung in marktfähige Produkte ist für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Österreich von zentraler Bedeutung."

SHL: Preisträger 2008

Von Medizin bis Sprengtechnik 2008 wurden 25 Projekte bei PRIZE eingereicht und von einer internationalen Jury zwölf Projekte ausgewählt. Die Palette der Preisträger reicht von medizintechnischer und pharmakologischer Forschungsprojekten über Solar-Displays, die die benötigte Energie selbst erzeugen, bis zu Innovationen im Bereich der Sprengtechnik.

Mit vier prämierten Projekten ist die Medizinische Universität Wien klarer Spitzenreiter bei PRIZE 2008. Auf den Plätzen folgen TU Graz und Uni Linz mit jeweils zwei Projekten; die BOKU Wien, Uni Innsbruck, Kunstuni Linz und die Montanuniversität Leoben haben je ein Projekt.

SHL: uni:invent

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend und dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung getragenen universitären Patent- und Lizenzierungsprogramms uni:invent unterstützt die aws österreichische Universitäten bei der Bewertung, Patentierung und Verwertung von Erfindungen.

Über austria wirtschaftsservice GmbH
Die austria wirtschaftsservice GmbH (aws) ist die Förderungsbank des Bundes. Als Spezialbank im öffentlichen Eigentum ist sie auf Unternehmensfinanzierung mit Schwerpunkt Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ausgerichtet. Die aws sorgt für Wachstums-und Entwicklungschancen dort, wo der freie Markt diese nicht in vollem Umfang garantieren kann: durch Vergabe von Zuschüssen, zinsgünstigen Krediten, durch die Übernahme von Haftungen sowie durch Begleitung und Beratung. Ein Teil der Mittel der aws kommt aus dem erp-Fonds, einer Kapitalzuwendung des Marshall-Planes der Vereinigten Staaten von Amerika.

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