Neues Volksblatt: "Rot-Blau" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 26. Februar 2009

Linz (OTS) - Just an dem Tag, an dem Oberösterreichs SPÖ-Chef Erich Haider in einer Tageszeitung Vermutungen, er bastle für die Zeit nach der Landtagswahl im Herbst an einer rot-blauen Achse, als "Politgespenst" bezeichnete, wurde genau das bestätigt, was die Spatzen ohnehin von den Dächern pfeifen: Rot-Blau ist mehr als nur ein Gerücht. Zum Beispiel in der oö. Landwirtschaftskammer, wo gestern die roten und blauen Mitglieder der Kammervollversammlung gegen die Wiederwahl von Hannes Herndl zum Präsidenten und gegen seinen Stellvertreter Franz Reisecker stimmten. Die Gründe, warum die mit einem 72-prozentigen Wählervertrauen Ausgestatteten von ihnen nicht gewählt wurden, blieben auch nach den Fraktionserklärungen der Roten und Blauen im Dunkeln.
Aber um Argumente geht es dabei ohnehin nicht, das Ganze war schlicht und einfach ein Testlauf für die Zeit nach der Wahl, wenn es um den Landeshauptmannes geht. Das ist Haiders Ziel, wie er selbst immer wieder sagt.
Dass einer Landeshauptmann von Oberösterreich werden will, ist verständlich. Unverständlich ist nur, warum ihm dann das Techtelmechtel mit der FPÖ gar so peinlich ist; mit einer Partei, von der er hofft, dass sie ihn zum Landeshauptmann machen wird. Wenn es sich ausgeht.

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