FP-Mühlwerth: Schmied soll sich nicht an den Lehrern abputzen

Wien, 25-02-2009 (fpd) - Immer mehr Aufgaben werden von der Gesellschaft an die Schule übertragen. Viele Lehrer leiden mittlerweile unter einem "Burn out-Syndrom". In Österreich und besonders in Wien ist in den kommenden Jahren ein Lehrermangel von größeren Ausmaßen zu erwarten. Trotzdem will nun Unterrichtsministerin Schmied, dass die Lehrer für das gleiche Geld länger unterrichten. Dies sei eine Ungeheuerlichkeit und zeige, dass sich Schmied wieder einmal an den Lehrern abputzen wolle, kritisiert heute die Schulsprecherin der FPÖ, Bundesrätin Monika Mühlwerth.

Offensichtlich habe das Projekt "neue Mittelschule" schon mehr Geld verschlungen, als vorgesehen und Schmied komme nicht mehr mit ihrem Budget aus. Für das Auswechseln der Türschilder - die Hauptschulen nennen sich jetzt einfach Mittelschule und bekommen dafür mehr Ressourcen - habe man explodierende Kosten in Kauf genommen. Das fehlende Geld werde nun indirekt von den Lehrern eingefordert. Jener Berufsgruppe, die schon seit langem jene Aufgaben übernehmen muss, die Eltern nicht mehr übernehmen können oder wollen. Und: die Mehrkosten für das Prestigemodell Mittelschule der Unterrichtsministerin werden ja auch von den Lehrern als Steuerzahler mitfinanziert, so Mühlwerth.

Auch wenn es gut sei, den Vergleich mit anderen zu suchen, muss man nicht ständig wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen, wenn internationale Vergleichsstudien präsentiert werden. Meist stimmen die Parameter nicht oder sind nicht vergleichbar. Vielleicht schauen wir einmal einfach darauf, unser Schulsystem zu optimieren. Es wäre viel vernünftiger gewesen, die bestehenden Strukturen zu verbessern und auf Tugenden wie Leistung, Ordnung, Pünktlichkeit zu bestehen und darüber hinaus bei den Zuwanderern die dringend benötigten Deutschkenntnisse einzufordern. Das wäre für Schüler, Eltern und Lehrer besser gewesen und hätte vor allem nichts gekostet, stellt Mühlwerth abschließend fest. (Schluss) hn

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