Finanzdienstleister appellieren an Parlament: "Augenmaß bei Reformvorschlägen"

Fachverbandsobmann Göltl: "Politik darf nicht einem ganzen Berufsstand einfach so die Existenzgrundlage entziehen"

Wien (PWK140) - Einen ergänzenden Entschließungsantrag mit möglichen bedrohlichen Auswirkungen auf den Finanzdienstleistungssektor in Österreich soll es morgen, Donnerstag, im Parlament geben. Dabei geht es um ein Verbot von pyramidenspielartigen Finanzdienstleistern sowie von Bestandsprämien für Finanzprodukte. Wolfgang K. Göltl, Obmann des Fachverbandes Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): "Die Politik darf nicht einem ganzen Berufsstand einfach so die Existenzgrundlage entziehen."

Der Fachverband Finanzdienstleister erwartet sich von den Abgeordneten im Nationalrat Augenmaß: "In beiden Fällen muss eine Anlassgesetzgebung jedenfalls vermieden werden. Die Struktur der Finanzdienstleister, die in Österreich tätig sind, stellt kein verbotenes Pyramidenspiel dar."

Zum zweiten Bereich, den Bestandsprovisionen, stellt Göltl klar:
"Dafür existiert bereits eine klare Regelung. Es ist nämlich bestehende Rechtslage, dass Bestandsprovisionen nur unter bestimmten Bedingungen angenommen werden dürfen. Bestandsprovisionen müssen offen gelegt werden und gleichzeitig die Qualität der Dienstleistung verbessern. Bevor das Regime der Bestandsprovisionen geändert wird, müssen die Auswirkungen umfassend evaluiert werden."

Der Fachverbandsobmann betont, dass die Finanzdienstleister jederzeit für Diskussionen zur Verfügung stehen. "15.000 Wirtschaftstreibende in der Finanzdienstleistungsbranche haben ein Recht darauf, gehört zu werden." (JR)

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