Jüdisches Museum: Prammer eröffnet Hanns Eisler-Ausstellung

Wien (OTS) - Die politische Auseinandersetzung mit der vielschichtigen Persönlichkeit Hanns Eislers stand im Mittelpunkt des Eröffnungsstatements von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer im Jüdischen Museum Wien. Mit der Musik zur DDR-Hymne wurde Eisler einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, sein Schaffen wird heute stark aus der Sicht seines Nachkriegsschaffens gesehen. "Die Ausstellung soll mit diesen Klischees aufräumen und den Künstler und Komponisten umfassend zeigen", sagte Direktor Karl Albrecht Weinberger in seiner Begrüßung. Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Gisela May, die Eisler 1957 kennen lernte und mit ihm bis zu dessen Tod 1962 zusammenarbeitete. May, die von 1962 bis 1992 Mitglied des Berliner Ensembles war, gilt bis heute als Brecht-Interpretin ersten Ranges. Sie zeigte sich begeistert von der Ausstellung erzählte über ihre ersten Begegnungen mit Eisler und über die künstlerische Zusammenarbeit ehe sie drei seiner Lieder interpretierte, die einen Querschnitt aus Hanns Eislers Schaffen repräsentierten.

"Hanns Eisler. Mensch und Masse" ist bis 12. Juli 2009 im Jüdischen Museum (A-1010 Wien, Dorotheergasse 11) zu sehen. Das zu den Kulturbetrieben der Wien Holding zählende Jüdische Museum ist von Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6,50 / 4,- Euro ermäßigt. Schulklassen haben freien Eintritt, Führungen und pädagogische Programme:
Tel.: +43-1-535 04 31-311, 312 bzw. kids.school@jmw.at. Weitere Informationen zum umfangreichen Begleitprogramm sind unter www.jmw.at zu finden.

Wissenschaftliches Symposium als Begleitveranstaltung
Die Ausstellung im Jüdischen Museum beleuchtet Hanns Eislers Leben und Werk und sein besonderes Verhältnis zur Stadt Wien im Spannungsfeld der europäischen Zeitgeschichte. Das politische Engagement Eislers und die Auswirkungen auf sein musikalisches Schaffen stehen im Mittelpunkt eines wissenschaftlichen Symposiums, das vom Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg vom Institut für musikalische Stilforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien in Zusammenarbeit mit der Internationalen Schönberg-Gesellschaft, der Hanns-Eisler-Gesellschaft und dem Jüdischen Museum organisiert wird. Dieses Symposium mit dem Titel "Hanns Eisler - Homo politicus" findet am Freitag 27.2. und am Samstag 28.2. jeweils ab 10 Uhr statt (genaues Programm unter:
www.mdw.ac.at/inst14/). Veranstaltungsort ist der Konzertsaal des Mozarthauses Vienna in 1010 Wien, Domgasse 5, der Eintritt ist frei. Am Freitag, 27.2. findet außerdem um 19 Uhr ein Konzert mit Eisler-Liedern im Jüdischen Museum Wien (1010 Dorotheergasse 11) ebenfalls bei freiem Eintritt statt.

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