AUVA warnt: Vorsicht beim Abschaufeln von Dächern!

Wien (OTS) - In den letzten Tagen ist es aufgrund der hohen Schneelast nicht nur zu Dacheinstürzen gekommen, sondern auch zu Abstürzen von Personen, die Schnee von den Dächern schaufeln. Leider gibt es bereits Schwerverletzte zu beklagen. Aufgrund der angekündigten weiteren Schneefälle ist noch Schlimmeres zu befürchten.
Die AUVA mahnt alle, die Dächer von den schweren Schneelasten befreien, zu größter Vorsicht: Zu der ohnehin als Hochrisikotätigkeit eingestuften Dacharbeit kommen noch äußerst widrige Witterungseinflüsse wie Eis & Schnee und die damit verbundene Rutschgefahr hinzu!

Die AUVA empfiehlt dringend, folgende Regeln zu beachten:

- Dächer nur mit Gurt und Seil gesichert betreten!

  • Wenn keine Anschlagpunkte oder Seilsicherungssysteme vorhanden sind, das Dach nur über eine Feuerwehrdrehleiter besteigen und das persönliche Sicherungsseil an dieser befestigen!
  • Besondere Vorsicht ist bei Lichtkuppeln, Lichtplatten, Lichtbändern, Wellplatten aus Faserzement, Glasdächern und Dächern ohne Unterdachkonstruktion geboten - sie sind in der Regel nicht durchbruchsicher! Vor Betreten des Daches ist die Lage dieser Elemente abzuklären. Bei Bedarf Arbeitsstege aus Brettern verlegen!

Über die AUVA: Soziale Unfallversicherung für rund 4,5 Millionen Versicherte

Bei der AUVA sind rund 4,5 Mio. Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,3 Mio. Arbeiter, 1,5 Mio. Angestellte, 380.000 Selbständige sowie 1,3 Mio. Schüler und Studenten. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung überwiegend aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Diese zahlen 1,4 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme jedes Dienstnehmers (bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 4.020,00 Euro) als Unfallversicherungsbeitrag ein.

Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, weil sich damit das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt. Prävention - also die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten - senkt die Kosten für die Heilbehandlung, die Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten. Die AUVA hat sich daher nie als "Verwalter" von Arbeitsunfällen betrachtet oder sich darauf beschränkt, "nur" die Haftung der Arbeitgeber im Falle von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten zu übernehmen. Die AUVA hat es immer als ihre vorrangige Aufgabe angesehen, aktiv und offensiv Arbeitsunfälle zu verhüten: etwa durch intensive Aufklärung über Gefahren am Arbeitsplatz, Information oder Motivation der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, durch Forschung oder durch vorbeugende Betreuung von besonders bedrohten Versicherten. In die Säule Prävention wurden 2007 rund 60 Mio. Euro investiert.

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AUVA - Sicherheitsmarketing und Presse
Dr. Wilfried Friedl
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