Pleite des ARBÖ-Kärnten war "Krida".

NEWS veröffentlicht Gerichtsgutachten zur Pleite des SP-nahen Kärntner Autofahrerklubs, Kärntner SP-Größen in Affäre involviert.

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe exklusiv das Gerichtsgutachten zur Pleite des ARBÖ- Kärnten, das von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt bei den renommierten Sachverständigen Dr. Matthias Kopetzky und Mag. Martin Geyer in Auftrag gegeben wurde und der Justiz vor wenigen Tagen zugegangen ist.

Die Sachverständigen setzen sich auf 326 Seiten mit dem im Sommer 2008 in Konkurs gegangenen ARBÖ-Kärnten auseinander und kommen zum Ergebnis, dass der Tatbestand der Krida im Sinne des § 159 (5) StGB erfüllt sei.

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt, die unter der Aktenzahl 2 St 89/08 gegen den geschäftsführenden Vizepräsidenten des Pleitevereins, Wolfgang Schober, ermittelt, hat damit eine echte Politbombe in den Händen.

Schober könnten "aus betriebswirtschaftlicher Sicht kridaträchtige Handlungen im Sinne des § 159 StGB vorgehalten" im Zusammenhang mit der Errichtung und des "provisorischen Betriebes" des Fahrsicherheitszentrum Arnoldstein werden, so das Sachverständigengutachten.

Laut Gutachten habe die "Fahrsicherheitszentrum Arnoldstein GmbH" nie eine "wirtschaftliche Eigenständigkeit" erlangt. Der stete Abfluss von Mitteln des ARBÖ-Kärnten zur Fahrsicherheitszentrum Arnoldstein GmbH haben den ARBÖ-Kärnten "ausbluten" lassen.

Zudem hätte Schaden von Gläubigern abgewendet werden können. Doch seien nach der Erkennbarkeit der Zahlungsunfähigkeit bestehende Verbindlichkeiten beglichen und neue Schulden eingegangen worden. Ein Betrag von 693.145,94 Euro ergebe sich allein aus dem "Weiterwirtschaften nach subjektiver Erkennbarkeit der Zahlungsunfähigkeit".

Auch die Rolle des heutigen SPÖ-Landesgeschäftsführer Andreas Kraßnitzer, der einst Landesgeschäftsführer des ARBÖ-Kärnten war, wird im Gutachten angesprochen. In Punkt "Allfälliger Missbrauch im Sinne des § 153 StGB" halten die Gutachter fest, dass die "Auszahlung von Gehältern an den Geschäftsführer der ASS ARBÖ Schnellservice GmbH" in Personalunion mit seiner Funktion als "Landesgeschäftsführer" des ARBÖ-Kärnten möglicherweise ein "Verstoß gegen den Dienstvertrag als Landesgeschäftsführer" des ARBÖ sei.

Den Eintritt der objektiven und subjektiven Zahlungsunfähigkeit des ARBÖ- Kärnten legen die Gutachter mit 28. November 2007 (!) fest. Am 17. Oktober 2007 trat der SPÖ-Landtagsabgeordnete Rudolf Schober vom Amt als Präsident des Kärntner ARBÖ zurück. Die Insolvenz wurde erst am 19. Juni 2008 angemeldet.

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