Dana Türen: Betriebsrats-KandidatInnen gekündigt

Gewerkschaft wird Motivkündigungen vor Gericht bekämpfen

Linz (GBH/ÖGB) - Wer als Betriebsrat kandidiert, hat bei der Firma Jeld-Wen-Türen (vormals Dana) keine guten Karten: So hat das Unternehmen aus Spital am Pyhrn angekündigt, sich jener Beschäftigten zu entledigen, die bei der letzten Betriebsratswahl auf der Liste von Betriebsrat Manfred Trinkl kandidierten oder vor Gericht für ihn aussagten. "Auf die Auswirkungen der Wirtschaftskrise lassen sich diese Kündigungen aber nicht schieben. Immerhin lehnt die Firmenleitung Kurzarbeit ab und lässt sogar Einarbeitungsstunden machen", berichtet Stefan Meier, Landessekretär und Stv. Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz. "Wir werden diese Kündigungen vor Gericht anfechten." ++++

Kritische Stimmen mundtot machen

Der Konflikt zwischen der Firma Jeld-Wen und der Gewerkschaft Bau-Holz geht auf die letzte Betriebsratswahl am 15. April 2008 zurück. Um kritische Stimmen mundtot zu machen, ging neben dem amtierenden Team von Trinkl eine unternehmensnahe Liste ins Rennen. Wegen zahlreicher Ungereimtheiten hat die Gewerkschaft ein Gerichtsverfahren wegen Nichtigkeit der Wahl eingeleitet. Das Urteil ist noch ausständig. "Nun versucht die Geschäftsführung offenbar, alle Mitarbeiter, die zu Trinkls Betriebsratsteam gehören oder ihn vor Gericht unterstützt haben, loszuwerden", berichtet Meier. "Ich bin schwer verärgert, wie bei diesem Unternehmen mit Gesetzen umgegangen wird. Wir werden die betroffenen Mitarbeiter selbstverständlich unterstützen und Klage wegen Motivkündigungen einreichen."

ÖGB, 25. Februar 2009 Nr. 96

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