Bischof Fischer sieht "Zeichen der Hoffnung"

Gesellschaftliche Trends können Entwicklung der Pfarrgemeinden positiv unterstützen, schreibt der Feldkircher Diözesanbischof in seinem Fastenhirtenbrief

Feldkirch, 23.2.09 (KAP) Mit der Zukunft der Pfarrgemeinden setzt sich der Vorarlberger Diözesanbischof Elmar Fischer in seinem aktuellen Fasten-Hirtenbrief auseinander. Das pfarrliche Leben sei gegenwärtig von vielen Veränderungen betroffen, manche "Selbstverständlichkeiten und Brauchtümer früherer Jahrzehnte" verschwinden. "Der Glaube ist den Menschen nicht mehr in die Wiege gelegt", bedauert Fischer in dem Hirtenbrief, der am ersten Fastensonntag, 1. März, in den Vorarlberger Kirchen verlesen wird. In dieser Situation gebe es aber auch "Zeichen der Hoffnung" in der Form gesellschaftlicher Trends, die die Entwicklung des pfarrlichen Lebens positiv unterstützen. Dazu zählt Fischer u.a. eine neue Sehnsucht der Menschen nach Verankerung und Verwurzelung am Ort, nach Beheimatung und Geborgenheit in überschaubaren Räumen und eine neue Bereitschaft, sich in Netzwerken für das gute Leben zu engagieren.

Für die Zukunft der Pfarrgemeinden sieht der Feldkircher Bischof daher zwei große Herausforderungen: "Erstens die Bereitschaft, unseren Glauben von den konkreten Menschen her, die mit uns leben, neu zu entdecken". Es brauche in den Pfarren eine "eine Kultur des Interesses aneinander, die sich aus dem Vertrauen nährt, dass Gott im Leben aller Menschen da ist und wirkt", betont Fischer. Zweitens müsse im pfarrlichen Leben spürbar werden, dass der Mensch durch den Glauben von Gott beschenkt und dafür dankbar ist: "Die innere Beziehung zu Christus wirkt und ist wichtige Voraussetzung, anderen Menschen den Blick für die Liebe Gottes in ihrem Leben zu öffnen".

In der Fastenzeit, so Fischer, sollten sich die Gläubigen "stärken lassen in der Freude über das Wunder unseres Glaubens und im achtsamen Interesse am Leben der Menschen und am Wirken Gottes. Besseres können wir für uns und unsere Pfarrgemeinden nicht tun". (ende)
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