vida-Erfolg: Plus 3,7 Prozent für ReinigerInnen in allen Bundesländern

Blockadepolitik der Arbeitgeberseite wurde gebrochen, der Mehrarbeitszuschlag bleibt

Wien (vida/ÖGB) - Nach zähen Verhandlungen hat die Gewerkschaft vida einen Verhandlungserfolg für die Beschäftigten in der Reinigungsbranche erzielt: Auch in den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol und Salzburg steigen die Löhne um 3,7 Prozent - rückwirkend mit 1. Februar 2009. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand der seit 1. Jänner 2008 geltende Mehrarbeitszuschlag.+++

Einen Etappensieg hat die Gewerkschaft bereits im Dezember errungen: Die Löhne in Wien, Burgenland, Steiermark, Kärnten und Vorarlberg stiegen mit 1. Jänner 2009 um 3,7 Prozent. Nach unzähligen schwierigen Verhandlungsrunden konnte die Gewerkschaft vida nun auch in den restlichen Bundesländern eine Einigung im Sinne der ArbeitnehmerInnen erzielen: In Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol und Salzburg gibt es ebenfalls eine Erhöhung der Kollektivvertragslöhne für ReinigerInnen um 3,7 Prozent - rückwirkend mit 1. Februar 2009.

Tauschgeschäft gescheitert - Mehrarbeitszuschlag bleibt unangetastet

"Die Blockadepolitik der Arbeitgeberseite ist gebrochen. Wir haben einen sehr guten Lohnabschluss erreicht. Auch der Mehrarbeitszuschlag bleibt unangetastet, dafür haben wir gekämpft", berichtet Michael Haim, vida-Fachgruppensekretär im Bereich Reinigung.
"Gerade ArbeiterInnen mit geringem Einkommen sind von der Teuerung besonders betroffen und daher angewiesen auf einen guten Lohnabschluss", betont Renate Lehner, vida-Bundessektionssekretärin der Privaten Dienstleistungen.

Sie kritisiert vor allem, dass der Gesetzgeber die Möglichkeit zugelassen hat, den Mehrarbeitszuschlag auf der Kollektivvertragsebene abzuändern: "Das ist ein sehr großer Nachteil der Regelung. Die Reinigungsunternehmen haben das für sich auszunützen versucht und im Zuge der KV-Verhandlungen Druck ausgeübt." Der Mehrarbeitszuschlag hätte mit der Lohnerhöhung abgetauscht werden sollen, so der Vorschlag der Unternehmen - eine undenkbare Lösung für das vida-Verhandlungsteam. Eines steht auch fest: "Ein Tauschgeschäft kommt für uns grundsätzlich nicht in Frage. Wir werden den Mehrarbeitszuschlag nicht aufgeben - dieses Mal und auch in Zukunft nicht", so Haim abschließend.

ÖGB, 25. Februar 2009 Nr. 94

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