Ärztekammer: Honorarvertrag mit WGKK "offiziell abgesegnet"

Einsparpotenzial ist erreicht und umgesetzt - Vertragsratifikation nun vonseiten des Hauptverbands erforderlich

Wien (OTS) - Das oberste Gremium der niedergelassenen Wiener Ärzteschaft hat gestern, Dienstag, Abend den mit der Wiener Gebietskrankenkasse im Dezember 2008 ausverhandelten Honorarvertrag "offiziell abgesegnet", berichtet Johannes Steinhart, Vizepräsident der Ärztekammer für Wien und Chef-Verhandler der niedergelassenen Wiener Ärzte. Im vergangenen Dezember waren "nur" Prozentsätze beschlossen worden, nun wurde die Aufteilung der finanziellen Mittel abgeschlossen. ****

Steinhart fordert den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger daher auf, den Vertrag "ebenfalls so schnell wie möglich zu ratifizieren, um die Gesundheitsversorgung der Wienerinnen und Wiener zu sichern". WGKK-Obmann Franz Bittner hat bereits bei der Einigung mit der Ärztekammer am 13. Dezember 2008 seine Unterschrift unter den Honorarvertrag gesetzt. Die ausverhandelten Tarife sollten laut Steinhart daher "umgehend umgesetzt werden".

Mit der Einigung auf den Vertrag habe die niedergelassene Wiener Ärzteschaft "einen Beitrag zur Entschärfung der wirtschaftlichen Misere der WGKK geleistet, indem wir 2008 zur Gänze auf eine Tarifanhebung verzichtet haben", betont Steinhart. Zudem sei mit dem neuen Vertrag Sparpotenzial "effektiv erreicht und umgesetzt" worden. So habe man etwa bei den Fachärzten für medizinische und chemische Labordiagnostik sowie für Radiologie "enorm eingespart". Für 2009 bringen die Ergebnisse eine durchschnittliche Tariferhöhung über alle Fachrichtungen von 1,43 Prozent. Für die Allgemeinmediziner ist die Erhöhung deutlich höher ausgefallen als jene für die Fachärzte.

Für die Patientinnen und Patienten bedeutet der neue Tarifkatalog "eine weitere Verbesserung der Wiener Gesundheitsversorgung". Schließlich werden in Zukunft neue Leistungen auf Kassenebene erhältlich sein, etwa die Beratung zur Raucherentwöhnung bei den Fachärzten für Lungenkrankheiten oder das Angebot der Allergologie bei den Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde.

"Die Detailverhandlungen mit der WGKK sind konstruktiv verlaufen, nun geht es darum, dass keine Zeit verschwendet wird und die Ergebnisse rasch umgesetzt werden - im Sinne der Patientinnen und Patienten sowie auch der betroffenen Ärzteschaft", so Steinhart. (kp)

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