ÖAMTC-Flugrettung: Heuer wetterbedingt weniger Einsätze während der Semesterferien

Vielerorts kein ideales Schiwetter während der Ferienwochen

Wien (OTS) - Zahlreiche Winterurlauber wissen es aus leidiger Erfahrung. Die heurigen Semesterferien waren wettermäßig vor allem im Nordalpenbereich eher "durchwachsen". "Die Tage, an denen Postkartenwetter zum Schifahren einlud, waren spärlich gesät", resümiert der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, Reinhard Kraxner. "Dennoch mussten die Notarzthubschrauber des Clubs zu 546 Einsätzen nach Schi- und Snowboardunfällen abheben." Zwischen 30. Jänner und 22. Februar wurden 479 Schifahrer, 53 Snowboarder, zehn Schitourengeher und vier Langläufer nach der Erstversorgung an den oft schwer zugänglichen Unfallorten durch die Notarzthubschrauber des ÖAMTC in die Krankenhäuser gebracht. Einsatzstärkste Region war einmal mehr Tirol, wo die gelben Hubschrauber in 321 Fällen schnelle Hilfe brachten.

Gerade bei schlechtem Wetter ist auch die körperliche Belastung der Notarzthubschrauber-Crews enorm. Vor allem Taubergungen sind bei tiefen Temperaturen für ÖAMTC-Notärzte und Fugrettungssanitäter eine besondere Herausforderung. "Minus 20 Grad bei einem Tauflug sind im Winter keine Seltenheit", weiß Joe Redolfi, Ground Operation Manager der ÖAMTC-Flugrettung auch aus eigener Erfahrung. "Hinzu kommt, dass im Abwind des Hubschraubers der Schnee wie Stecknadeln im Gesicht sticht." Auch bei der Patientenversorgung müssen die ÖAMTC-Crews die Kälte in Kauf nehmen. "Mit Handschuhen kann nicht gearbeitet werden und zudem knien Notarzt und Flugrettungssanitäter während der Versorgung im kalten Schnee", beschreibt Redolfi die Situation. Besonders vorsichtig müssen die Sanitäter auch mit den Medikamenten sein. Deshalb werden die benötigten Ampullen noch am eigenen Körper angewärmt, bevor sie dem Patienten verabreicht werden.

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