Niederösterreichische Lagerhäuser: GPA-djp und GMTN fordern akzeptablen Lohn- und Gehaltsabschluss

Beschäftigte in allen Bundesländern sind gleich viel wert

Wien (GPA-djp/GMTN) - Als unzureichend bezeichneten die Verhandler der GPA-djp und der GMTN das Angebot der Arbeitgeberseite von 3,2 % für die Lohn- und Gehaltserhöhungen der Beschäftigten in den niederösterreichischen Lagerhäusern nach der Verhandlung am Montag, den 23. Februar 2009 in St. Pölten. ++++

Die Lagerhäuser in Österreich haben im Jahr 2008 fast ausnahmslos bessere Geschäftserfolge als im Jahr 2007 verzeichnet. Für die Beschäftigten der Raiffeisen Ware Austria, der Lagerhäuser in der Steiermark, in Oberösterreich und in Salzburg wurden schon akzeptable Erhöhungen der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltsschemata ausgehandelt. Wie in den letzten Jahren spiegeln diese Abschlüsse etwa den Abschluss des Handels (3,7 % für Gehaltsansätze bis 1.399,-Euro, 3,6 % ab 1.400,- Euro) - als nahe verwandte Branche - wider.

Seit Anfang Februar haben sich die Arbeitgeber-Verhandler im Burgenland, in Kärnten und Tirol sowie nun in Niederösterreich offenbar entschlossen, einen harten Sparkurs einzuschlagen. Im Burgenland war das letzte Angebot am 3. Februar 2009 eine Erhöhung um 3,2 %, in Kärnten und Tirol wollte man am 12. Februar 2009 gar nur 2,5 % plus eine Einmalzahlung von 100,- Euro geben und bezeichnete die bisherigen Abschlüsse als "verantwortungslos". Das Angebot in Niederösterreich von 3,2 % kam daher nicht wirklich überraschend. GPA-djp Wirtschaftsbereichs-Sekretär Paul Prusa und GMTN Branchensekretär Wolfgang Zuser meinen dazu: "Die Betriebsräte in diesen benachteiligten Bundesländern sehen es gar nicht ein, dass ihr Verhandlungsergebnis mindestens 0,5 Prozent unter den bereits getätigten Abschlüssen liegen soll. Das kann ich auch den Beschäftigten in den Lagerhäusern nicht erklären. Bei einem KV-Lohn und -Gehalt von 1.800,- Euro liegt die Differenz zumindest bei 11,-Euro pro Monat."

Für die Gewerkschaften sind die Beschäftigten der Lagerhäuser in allen Bundesländern gleich viel wert und daher sollten auch die Lohn-und Gehaltserhöhungen einer gemeinsamen Richtschnur folgen. Warum der Raiffeisenverband mitten in der Serie der Bundesländerverhandlungen plötzlich anders tickt, ist sachlich nicht einzusehen, da wir auf Basis des sehr erfolgreichen Vorjahres 2008 verhandeln.

Daher fordern GPA-djp und GMTN auch für die Beschäftigten der Lagerhäuser im Burgenland, in Kärnten und Tirol sowie in Niederösterreich einen akzeptablen Lohn- und Gehaltsabschluss.

ÖGB, 25. Februar 2009 Nr. 93

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