BZÖ-Scheider, Gunzer: Dringender Handlungsbedarf in Causa Stadtwerke

Klagenfurt (OTS) - "Die derzeitigen dramatischen Entwicklungen bei den Stadtwerken sind äußerst bedenklich und erfordern sofortigen Handlungsbedarf!", warnen heute BZÖ-Bürgermeisterkandidat Christian Scheider und Stadtrat Albert Gunzer. Die Bediensteten des Unternehmens seien bereits stark verunsichert und demotiviert. Langjährige Mitarbeiter würden in Personalpools "verleast" und kärntenweit verschickt. Hier fehle das nötige Fingerspitzengefühl und die Menschlichkeit seitens des Vorstandes, der seinen Angestellten eine Gleichstellung mit den Magistratsbediensteten zusicherte.

"Beunruhigung herrscht auch beim Wasserwerk, das bisher 54 Mitarbeiter beschäftigt und wo bereits 11 Stellen abgebaut wurden. Wenn das so weitergeht, können Wasserrohrleitungen und Hydranten nicht mehr ordnungsgemäß gewartet werden, was bei einem Notfall katastrophale Folgen haben könnte", so Scheider. Es könne nicht sein, dass einerseits der Verwaltungsapparat der STW aufgebläht und andererseits bei den Serviceleistungen für den Kunden eingespart wird, dies sei kein wirtschaftliches Handeln.

Stadtrat Albert Gunzer führt weitere bedenkliche Details an: "Der Verbund kauft Strom nachweislich billiger bei der Plattform ‚yellowstrom‘ und verkauft diesen dann teurer an seinen Partner die Stadtwerke. Ein skandalöser Zustand, der die hohen Verluste der Stadtwerke der letzten Jahre erklärt!" Um diese abzudecken, wurden bereits Wohnungen und Grundstücke der Stadtwerke verkauft, jetzt solle auch noch die Stadt dem Unternehmen unter die Arme greifen. "Die Verluste der Stadtwerke muss der Partner Verbund mittragen. Wir fordern von Bürgermeister Scheucher als Eigentumsvertreter endlich eine Offenlegung der Verträge und darauffolgende Nachverhandlungen", so Scheider und Gunzer. Sollte man sich dabei auf keine besseren Optionen mit dem Verbund einigen können, sei dieser gefordert sich zurückziehen und man müsse über eine "Kärntenstromlösung" mit der KELAG nachdenken.

"Zu diesem Zwecke werden wir auch eine Sondersitzung im Stadtsenat einberufen, am besten noch vor den Wahlen, um der kritischen Situation endlich entgegenzuwirken. Verluste, die durch den Verkauf der Stadtwerke von ÖVP und SPÖ zu verantworten sind, dürfen keinesfalls über Gebührenerhöhungen kompensiert werden", schlossen Scheider und Gunzer.

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