Grüne Wien: Änderung der Marktordnung bedeutet Aus für Simmeringer und Landstraßer Markt

Lachkovics: Yppenmarkt verliert Eigenständigkeit

Wien (OTS) - "Durch die aktuelle Änderung der Marktordnung verschwinden zwei traditionsreiche Wiener Märkte und der Yppenmarkt wird zum Gastronomie-Appendix des Brunnenmarktes", so die Nahversorgungssprecherin der Grünen Wien, Eva Lachkovics. "Die aktuelle Änderung der Marktordnung findet fernab jeglicher demokratischen Legitimation und unter Missachtung der Bedürfnisse der Wiener Bevölkerung statt", so Lachkovics. Ohne Diskussion oder Beschluss des Gemeinderates werden wesentliche Verschlechterungen in der Infrastruktur und der Nahversorgung von drei Wiener Bezirken, gegen die sich die Grünen jeweils vehement ausgesprochen haben, festgeschrieben.

Der Yppenmarkt etwa, früher bekannt für seine reiche Vielfalt an landwirtschaftlichen Produkten, leidet unter der Änderung der Marktordnung. Er verliert seine Eigenständigkeit und wird zum Anhängsel des Brunnenmarktes. Denn laut Wiener Marktordnung darf pro Markt nicht mehr als ein Drittel der verbauten Fläche für die Verabreichung von Speisen und den Ausschank von Getränken genutzt werden. Da sich am Brunnenmarkt wenige Gastronomiebetriebe befinden, können nun durch die Zusammenlegung am ehemaligen Yppenmarkt zusätzliche Flächen für Gastronomie genutzt werden. "Das ist nicht im Sinne der Marktordnung und ist kontraproduktiv für das Funktionieren des Marktes". Lachkovics spricht sich daher gegen die Zusammenlegung der beiden Märkte aus: "Sonst ist der Yppenmarkt bald Geschichte."

Verärgert zeigt sich Lachkovics auch in Sachen Landstraßer Markt:
"Die 15.000 Bürgerinnen und Bürger, die sich mit ihrer Unterschrift für den Erhalt der Landstraßer Markthalle ausgesprochen haben, werden ignoriert, obwohl eine Sanierung der Markthalle durchaus möglich und leistbar gewesen wäre". Dies sei umso bedauerlicher, als die Landstraßer Markthalle von KundInnen aus allen Teilen Wiens genutzt wurde. Die Schließung vernichtete etwa 300 Arbeitsplätze. "Nun setzen wir uns dafür ein, dass im künftigen Einkaufszentrum Wien Mitte wieder eine Markthalle mit Marktständen eingerichtet wird."

Auch in Simmering müssen die Menschen künftig auf ihren traditionsreichen Markt verzichten. Er verschwindet komplett. "Anstatt kleine Produktionsbetriebe mit ihrer hohen Qualität zu fördern und ein vielfältiges Nahrungsangebot zu sichern, wird lieber Supermärkten Platz gemacht," stellt Lachkovics bedauernd fest.

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