VP Praniess-Kastner: SP-Stadtregierung negiert Versäumnisse in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

VP fordert Ausbau der Versorgungskapazitäten für Kinder mit Autismus

Wien (ÖVP-Rathausklub) - "Die SP-Stadtregierung hat ihre Taktik 'Zudecken und Mauern’ strikt beibehalten und dabei den Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie leider nicht verschont. Im Gegenteil, egal wie eindringlich die ExpertInnen in der Untersuchungskommission auf die Defizite hingewiesen haben, bei den Ressortverantwortlichen ist dieser Appell nie angekommen", kritisiert Karin Praniess-Kastner, ÖVP-Abgeordnete und Mitglied im Gesundheits- und Sozialausschuss nach der gestrigen Debatte im Gemeinderat zum Abschlussbericht der Untersuchungskommission Psychiatrie.

Feststellungen des Kontrollamts beharrlich ignoriert

Selbst den Ratschlägen des Kontrollamts schenke die verantwortliche Gesundheitsstadträtin offensichtlich keinen Glauben, kritisiert Praniess-Kastner. "In Bezug auf die Zielgruppe psychisch-kranker Kinder und Jugendlicher (z.B. Kinder mit Autismus oder mit einem Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom - ADHS) wurde ein zusätzlicher Versorgungsbedarf festgestellt. Wenn ich mir die Aussagen von Prof. Popow vor der Untersuchungskommission ins Gedächtnis rufe, wonach das Betreuungsangebot teilweise im Libanon besser als in Wien ist, dann frage ich mich, ob man im Stadtratsbüro den Ernst der Lage auch tatsächlich erfasst hat", so die VP-Abgeordnete.

Ein Jahr Wartezeit auf den Termin für die Erstbegutachtung müssten eigentlich die Alarmglocken schrillen lassen. Die ÖVP Wien fordert daher mit Nachdruck den zügigen Ausbau der Ambulatorien für Entwicklungsdiagnostik zwecks rascher Erstbegutachtung sowie eine deutliche Aufstockung der Therapieplätze, damit Kinder, die an Autismus leiden, auch jene Unterstützung bekommen, die sie brauchen. "Appelle seitens der Fachwelt, von Popow über Berger und Friedrich, hat es in den letzten Monaten zur Genüge gegeben. Jetzt ist die Stadt Wien gefordert, die dringend benötigten Verbesserungen zu realisieren", betont Praniess-Kastner abschließend.

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