"Kraftwerk Kläranlage" produzierte 3,7 Gigawattstunden Ökostrom

Abwasserverband Wiener Neustadt-Süd versorgte 400 Haushalte mit Ökostrom/ Weitgehende Eigenbedarfsdeckung/Klärgas-Ausbeute wird erheblich gesteigert

Wiener Neustadt (OTS) - Der Abwasserverband Wiener Neustadt-Süd
hat im Jahr 2008 insgesamt 3,7 Gigawattstunden (GWh) umweltfreundlichen, CO2-freien Strom aus Klärgas erzeugt und davon 1,8 GWh als Ökostrom ins öffentliche Netz eingespeist. Das entspricht dem Durchschnittsverbrauch von ca. 400 Haushalten. Der Eigenverbrauch wurde weitgehend selbst gedeckt. Die Klärgas-Ausbeute wird derzeit gerade erheblich gesteigert.

"Derzeit arbeiten wir daran, durch drei stärkere Pumpen für die Umwälzung in den Faultürmen und diverse Umbauten an den beiden Faultürmen die Ausbeute an Klärgas erheblich zu steigern. Diese Investitionen, die rund 20.000 Euro kosten, und ein besser kontrollierter, optimierter Betrieb sollten es möglich machen, die Gasausbeute um mindestens ein Drittel zu steigern", erklärt AWV-Verbandsgeschäftsführer DI Dr. Wolfgang Scherz.

"Mit diesen Maßnahmen schaffen wir in den beiden Faultürmen die ganzjährige Idealtemperatur von 35 Grad bis 38 Grad, wodurch wir eine erheblich höhere Gasausbeute aus dem Primär- und dem Überschuss-Schlamm erzielen werden. Dafür können wir die Abwärme unserer beiden Blockheizkraftwerke, die für die Stromerzeugung +verantwortlich+ sind, ideal einsetzen. Unser Ziel ist es, bis auf 50 Prozent organische Trockensubstanz herunterzukommen - von bisher 60 Prozent - das heißt, unser +Rohmaterial+ bestmöglich auszubeuten", erläutert Scherz.

Wie sehr sich die Energiebilanz des Abwasserverbandes Wiener Neustadt-Süd in den letzten Jahren verändert hat, zeigen einige Zahlen: "2006 mussten wir noch 2,33 GWh Stunden Strom einkaufen, 2008 waren es gerade noch 0,43 GWh, also 18 Prozent davon. Ähnlich sieht es bei Erdgas aus: 2007 haben wir noch 47.000 kWh Erdgas eingekauft, im Vorjahr nur mehr 12.000 kWh, also rund ein Viertel, und zwar für die Brennerüberprüfung und notwendige Stillstandszeiten", schloss AWV-Verbandsgeschäftsführer DI Dr. Wolfgang Scherz.

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