Neues Volksblatt: "Aschermittwoch" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 21. Februar 2009

Linz (OTS) - Das hat sich der Aschermittwoch wirklich nicht verdient, dass er von der Politik vom Auftakt der Fastenzeit zum politischen Spektakeltag umfunktioniert wird.
Wenn der Aschermittwoch von Politikern genutzt würde, um Einkehr zu halten und sich Mäßigung aufzuerlegen - Polit-Fasten, wenn man so will -, dann könnte man ja mit den diversen politischen Aschermittwochen einverstanden sein. Aber so?
Ein ganz besonderes Spektakel mit deftigster politischer Kost erwartet uns heuer zum Beginn der Fastenzeit beim Politischen Aschermittwoch der FPÖ in Ried, bei dem der
Fraktionsvorsitzende des rechtsextremen flämischen "Vlaams Belang", Filip Dewinter, einen Auftritt haben wird. Dass es dort vor allem gegen die Ausländer und gegen den Islam gehen wird, kann man als gegeben hinnehmen.
Und weil überall, wo der rechte Recke Dewinter auftritt, auch Gegendemonstranten auftauchen, darf man sich auf einen heißen Aschermittwoch gefasst machen. Mit viel Polizei - deren Einsatz wir alle zahlen.
"Kehrt um glaubt an das Evengelium", heißt es am Aschermittwoch; was für Dewinter und HC Strache etwas viel verlangt sein dürfte. Aber ein bisserl nachdenken, ob man nicht das eine oder ander ein bisserl anders machen könnte, ist doch nicht zu viel verlangt, oder?

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