Schwenter: Frauendiskriminierung an Universitäten an der TagesordnungSchwenter: Frauendiskriminierung an Universitäten an der Tagesordnung

Selbst höchst qualifizierte Frauen schaffen es nicht auf Vorschlagsliste

Wien (OTS) - "Es ist höchst an der Zeit, dass
Wissenschaftsminister Johannes Hahn der Diskriminierung von Frauen an Universitäten Einhalt bietet. Mit erschreckender Regelmäßigkeit müsse man von Diskriminierungsfällen bei der Stellenbesetzung an Universitäten lesen. Das beweist auch ein Artikel in "Der Standard" zur Nachbesetzung einer Professur an der Filmakademie, der aufzeigt, dass Frauen bei ihrer universitären Karriere immer noch Steine in den Weg gelegt werden", so Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. Der Standard-Artikel berichtet über die Nicht-Berücksichtigung von Frauen an der Filmakademie bei der Nachbesetzung einer Professur. Obwohl es eine Reihe von qualifizierten Kandidatinnen für die Professur gebe, wurde keine einzige Frau vorgeschlagen. Anstatt des sonst üblichen "Dreier-Vorschlags wurde ohne stichhaltige Begründung ein rein männlicher "Zweier-Vorschlag" präsentiert.

Judith Schwentner, kritisiert diese Vorgangsweise scharf: "Es mutet höchst eigenartig an, wenn Frauen bei der Besetzung einer Professur nicht einmal in der Vorschlagsliste berücksichtigt werden. Noch dazu, wenn es sich um höchst qualifizierte Kandidatinnen handelt, wie zahlreiche Reaktionen aus der Filmszene beweisen. Wissenschaftsminister Johannes Hahn ist gefordert, dem traurigen Schauspiel des Übergehens von hochqualifizierten Frauen bei der Stellenbesetzung an Universitäten rasch ein Ende zu bereiten." Lippenbekenntnisse zur Gleichstellung der Frauen im universitären Bereich allein bringen nichts. Es bedürfe daher klarer Zielvorgaben in Form eines verbindlichen Stufenplans bei der Erhöhung des Frauenanteils. "Eine Bindung der Leistungsvereinbarungen an eine verbindliche Frauenquote an allen Universitäten ist daher dringend gefordert. Die Nichteinhaltung der Quote sollte spürbare finanzielle Auswirkungen haben", fordert Judith Schwentner.

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