Sorger: Behaltefristen bedrohen direkt Arbeitsplätze

IV-Präsident Sorger: Erwarten uns von Gewerkschaften die Übernahme gemeinsamer Verantwortung für Arbeitsplätze

Wien (OTS) - (PdI) Die Industrie lehnt Behaltefristen in Zusammenhang mit Kurzarbeit strikt ab. "Die Krise trifft immer mehr Unternehmen in Österreich in ungekannter Härte. Wir haben nun ein kurzes Zeitfenster, in dem die Unternehmen versuchen, sonst notwendige Kündigungen durch Kurzarbeitsmodelle zu vermeiden. Behaltefristen kann es in einer solchen dramatischen Situation nicht geben. Wir erwarten uns, dass wir gemeinsam - Arbeitgeber und Gewerkschaften - die Kurzarbeitschance nützen", betonte der Präsident der Industriellenvereinigung, Dr. Veit Sorger. Die einzige Alternative zu einem betriebswirtschaftlich rechtfertigbaren Kurzarbeitsmodell wären Kündigungen.

Auch muss endlich mit der Falschdarstellung aufgeräumt werden, dass es sich bei der Kurzarbeit um eine Unternehmensförderung handeln könnte. "Das Gegenteil ist der Fall: Kurzarbeit ist ein Arbeitnehmerförderungsmodell, in dem der Arbeitsplatz gesichert werden soll und genau als solch ein Modell wurde Kurzarbeit seinerzeit auch der EU gegenüber notifiziert. Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat vollkommen recht: Ein Arbeitsloser kostet dem Staat bzw. dem AMS soviel wie drei Kurzarbeiter! Daraus wird deutlich, dass 2/3 der Kosten, die im Fall einer Kündigung das AMS tragen müsste, derzeit das Unternehmen übernimmt. Da noch von einer Unternehmensförderung zu reden, ist eine völlige Verdrehung der Tatsachen," unterstrich der IV-Präsident.

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