Zwazl-Appell für Abgehen von Behaltefristen bei Kurzarbeit

Starre Haltung als Bumerang für Betriebe und Arbeitnehmer

St. Pölten (OTS) - Niederösterreichs Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl drängt auf ein Abgehen von den Behaltefristen bei der Kurzarbeit. "Ich appelliere an die Arbeitnehmervertreter, nicht mit Modellen, die im Gestern in Ordnung waren, im Heute aber untauglich sind, das Morgen zu verbauen", mahnt Zwazl die gemeinsame Verantwortung ein. Zumindest ein befristetes Abgehen - etwa bis zum neuerlichen Anspringen der Konjunktur - ist aus ihrer Sicht unverzichtbar.

Auch den Gewerkschaften müsse klar sein, dass Beschäftigungsgarantien über mehrere Monate derzeit für viele Betriebe einfach nicht möglich sind, weil die wirtschaftliche Lage Planungen über solche Zeiträume nicht zulässt, argumentiert Zwazl. Und die Arbeitnehmervertreter sollten endlich akzeptieren, dass in der Entscheidung für Kurzarbeit ohnedies "ein Bekenntnis der Unternehmen für eine Weiterbeschäftigung und gegen Kündigungen steckt". Zu hohe Bürden bei der Kurzarbeit drohen dagegen zum Bumerang für die Arbeitnehmer zu werden, weil damit in der jetzigen Situation die angestrebte Weiterbeschäftigung oft grundsätzlich in Frage gestellt wird. "Der Grundkonsens - Arbeitgeber wollen ihre Mitarbeiter halten, die Mitarbeiter in der Firma bleiben - darf nicht durch unrealistisches Beharren ausgehöhlt werden", hofft Zwazl vor den für nächste Woche angesetzten Sozialpartnergesprächen zur Kurzarbeit auf Einsicht.

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