Strache: Casino-AG läuft Gefahr, unter Raiffeisen-Beteiligung AUA-Schicksal zu erleiden

Republik ist an hochverschuldetem Unternehmen beteiligt

Wien (OTS) - Raiffeisen solle wieder die ursprüngliche genossenschaftliche Aufgabe für Österreichs Bauern leben und sich aufs Bankenkerngeschäft konzentrieren, anstatt Casino-Zockereien auf dem Rücken der Bauern vorzunehmen, erklärte heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache. "In diesem Bereich braucht es eine neue Bauernbefreiung."

Die Casino AG laufe Gefahr, unter Beteiligung von Raiffeisen ein AUA-Schicksal zu erleiden, warnte Strache. Denn auch hier sei die Republik an einem hochverschuldeten Unternehmen beteiligt. Deshalb, so Strache weiter, bräuchte die Casino AG einen strategischen Partner.

Dem allgemeinen Glauben, dass die Casino AG ein österreichischer Leitbetrieb sei, widersprächen die Zahlen, denn das offene Kreditrisiko betrage 700 Millionen Euro, erklärte Strache. Es stelle sich die Frage, wie die Casino AG die Bankverbindlichkeiten zurückzahlen wolle, wenn sie in drei Jahren nach den EU-Richtlinien die Monopolkonzession nicht mehr erhalte. Dies sei ein typischer Bereich, wo sich die Republik zurückziehen müsste. Die Münze Österreich, eine hundertprozentige Tochter der OeNB, halte einen 34-prozentigen Anteil an der Casino AG. Die Republik Österreich wiederum sei mit 70 Prozent an der OeNB beteiligt und sei somit indirekt mit etwa 20 Prozent an der Casino AG beteiligt.

Die Casino AG schreibe an allen zwölf Standorten im Inland Verluste, und zwar in der Höhe von 1 Million Euro. Und dies sei noch eine geschönte Bilanzzahl, nämlich inklusive der Immobilien. Im Ausland mache Casino ein Plus von 1 Million Euro. Die Casino AG besitze 68 Prozent der österreichischen Lotterien. Von diesem Monopol lebe sie. Um sich dort die Macht zu kaufen, habe die Casino AG 700 Millionen Euro Verbindlichkeiten bei Raiffeisen, sagte Strache. Sie habe, von Raiffeisen finanziert, die BAWAG-Anteile an den Lotterien gekauft.

Raiffeisen habe somit ein Kreditrisiko von 700 Millionen Euro, so Strache. Dies sei deshalb bedenklich, weil die Casino-AG die Monopolkonzession nur mehr drei Jahre besitze. Und nunmehr komme das alte Raiffeisen-Spiel in Gang. Man benutze nun den Shareholder-Pröll, der veranlassen solle, dass die Erteilung der Konzession auch in Zukunft in Richtung Casino AG gehen solle.

Stattdessen sollte die Casino AG sich Partner suchen, um aus der Misere zu kommen und sich von Raiffeisen zu lösen. Es gebe genügend erfolgreiche österreichische Partnermöglichkeiten, betonte Strache.

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