APA-OTS Politikportalanalyse: Pröll wirbt weiterhin für "Stabilitätspartnerschaft" für Osteuropa

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (13. bis 19. Februar 2009) steht erneut Vizekanzler Josef Pröll an erster Position. Bundeskanzler Werner Faymann belegt Rang zwei, der dritte Nationalratspräsident Martin Graf folgt auf Rang drei.

Finanzminister und Vizekanzler Josef Pröll (Rang eins, 416 Nennungen) arbeitet weiterhin an seinem Stabilitätsprogramm für Osteuropa. Grund dafür ist die Bankenkrise, die sich immer mehr nach Osteuropa verlagert. Pröll will beim EU-Finanzministertreffen im März erneut für eine "Stabilitätspartnerschaft" für Osteuropa werben.

Auf großes mediales Interesse stoßen zudem die bevorstehenden EU-Wahlen und die damit verbundene Postenbesetzung des EU-Kommissars. Während Bundeskanzler Werner Faymann (Rang zwei, 379 Nennungen) am Wochenende verkündet hat, dass die ÖVP auch weiterhin den Posten des EU-Kommissars besetzen kann, äußert er sich Anfang dieser Woche etwas zurückhaltender. Pröll rechnet allerdings bereits mit dem EU-Posten für die ÖVP. Als Kandidat für die Nachfolge von Benita Ferrero-Waldner (Neueinstieg, Rang 22, 71 Nennungen) wird immer wieder Wilhelm Molterer (Neueinstieg, Rang 21, 73 Nennungen) genannt.

Auf Rang drei folgt mit 367 Nennungen der dritte Nationalratspräsident Martin Graf. Er steht vor allem aufgrund des Auslieferungsantrages an die Justiz im medialen Mittelpunkt. Graf wird vorgeworfen, er habe bei seinem Ausscheiden als Geschäftsführer bei den Austria Research Centers (ARC) widerrechtlich eine Abfertigung und eine Einmalzahlung kassiert. Er selbst weist alle Anschuldigungen zurück.

Zwei Wochen vor der Kärntner Landtagswahl spitzt sich der Wahlkampf um das Erbe von Jörg Haider zu. Das BZÖ unter Landeshauptmann Gerhard Dörfler (Rang vier, 331 Nennungen) und die SPÖ mit Spitzenkandidat Reinhart Rohr (Rang acht, 165 Nennungen) liegen laut Umfragen Kopf an Kopf knapp unter der 40%-Marke. Von den weiteren Spitzenkandidaten positioniert sich noch Mario Canori, FPÖ (Rang 20, 78 Nennungen) im Ranking.

Unter den Top-fünf befindet sich mit 196 Nennungen auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied. Sie kündigt unter anderem Deutschtests auf Maturaniveau für islamische Religionslehrer an.

Weitere Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking:
Erwin Pröll, ÖVP (Rang neun, 155 Nennungen); Wilfried Haslauer, ÖVP (Rang zehn, 146 Nennungen); Ernest Gabmann, ÖVP (Rang 16, 106 Nennungen); Ewald Stadler, BZÖ (Rang 25, 64 Nennungen); Josef Stockinger, ÖVP (Rang 26, 63 Nennungen) und Heinz Schaden, SPÖ (Rang 27, 61 Nennungen).

Diese Woche finden sich je zehn PolitikerInnen der SPÖ und der ÖVP im Top-30 Ranking. Die FPÖ ist mit drei VertreterInnen präsent. Das BZÖ und die Grünen stellen je zwei Akteure. Außerdem unter den Top-30: die parteifreie Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner und Bundespräsident Heinz Fischer.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at/ kostenlos abrufbar.

JEDEN DIENSTAG - MEDIAWATCH-REPORT POLITIK

Welche politischen Themen stehen auf der Medien-Agenda? Wo liegen Österreichs Spitzenpolitiker in der medialen Berichterstattung im Vergleich zueinander? Und welche Parteien punkten mit welchen Positionen?

Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs Spitzenpolitikerinnen und -politikern, grafisch übersichtlich aufbereitet und auf einen Blick erfassbar: Das MediaWatch-Institut analysiert in dem umfassenden Report wöchentlich die mediale politische Kommunikation Österreichs in 16 österreichischen Tageszeitungen, 25 TV-Nachrichtensendungen und sieben Radio-Nachrichtensendungen.

Fokus - Landtagswahlen Kärnten und Salzburg

Anlässlich der Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg bietet der MediaWatch-Report Politik eine zusätzliche wöchentliche Analyse.

Der kostenpflichtige MEDIAWATCH-REPORT POLITIK mit zahlreichen Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter www.defacto.at/wissenswelt oder direkt bei MediaWatch unter mediawatch@apa.at bezogen werden.

Rückfragen & Kontakt:

MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
Hannes Vorhofer
Geschäftsführer
Tel.: +43 512 588 959-0
E-Mail: mediawatch@apa.at
http://www.apa-mediawatch.at

APA - Austria Presse Agentur
Barbara Rauchwarter
Leitung Marketing & Kommunikation APA - Austria Presse Agentur
Tel.: +43/1/360 60-5700
E-Mail: barbara.rauchwarter@apa.at
http://www.apa.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0002