GBH-Muchitsch: Thermische Sanierungsoffensive darf kein Pfusch werden!

Sanierungsförderung muss rasch, effizient und bauwirksam umgesetzt werden!

Wien (ÖGB/GBH) - Wie aus Medienberichten zu entnehmen ist, soll
mit der geplanten Sanierungsförderung auch die Erneuerung von Heizkesseln und anderen haustechnischen Maßnahmen gefördert werden. "Das kann meines Erachtens nicht Ziel einer effizienten, zielorientierten Sanierungsförderung sein, zumal es für solche haustechnische Maßnahmen bereits jetzt attraktive Förderungsmöglichkeiten auf Landes- und Bundesebene gibt. Diese thermische Sanierungsoffensive darf kein Pfusch werden - thermischen Sanierungen der Gebäudehülle muss in der Sanierungsförderung absoluter Vorrang eingeräumt werden", so der Stv. Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und Abg. Z. NR Josef Muchitsch. ++++

Sanierungsmaßnahmen der Gebäudehülle schaffen und sichern nicht nur Tausende Arbeitsplätze, sie sind auch ausschließlich inlandswirksam - beides ist bei haustechnischen Maßnahmen bei weitem nicht in diesem Ausmaß der Fall. In Hinblick darauf und auf die notwendige Reduktion des CO2-Ausstoßes kann die geplante Sanierungsförderung der Bundesregierung ohnehin nur ein erster Schritt sein. Darin sind sich alle ExpertInnen, Sozialpartner und Umweltschutzorganisationen wie GLOBAL 2000 einig. Die Baubranche sieht bereits jetzt große Probleme auf sich zukommen, die bereits auch auf vor- und nachgelagerte Bereiche übergreifen. Ende Jänner gab es im Baubereich bereits um 12,4 % mehr Arbeitslose als im Vorjahr. Es geht hier um 85.009 Menschen, die derzeit keine Arbeit haben. Muchitsch: "Wenn die Bundesregierung nicht rasch weitere Investitionen in die so bau-, arbeitsplatz- und wertschöpfungswirksame thermische Sanierung beschließt, befürchten wir, dass es im Baubereich bald 100.000 Arbeitslose gibt! Die thermische Sanierung ist eine große Chance - eine Multiple-Win-Situation für Wirtschaft und Arbeitsplätze, Inlandswertschöpfung, für die Umwelt, die KonsumentInnen und die öffentliche Hand. Ich hoffe sehr, dass die politisch Verantwortlichen diese Chance nicht ungenützt verstreichen lassen und wirklich bauwirksame Maßnahmen forcieren."

ÖGB, 20. Februar 2009 Nr. 085

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