Neues Volksblatt: "Dialog" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 20. Februar 2009

Linz (OTS) - Auch wenn die besonnen Kräfte in der katholischen Kirche zur Mäßigung und zum Dialog aufrufen, wie es unter anderem der Schlägler Abt Martin Felhofer im VOLKSBLATT-Interview getan hat -nützen wird es, wie es ausschaut, leider nichts. Das Hickhack geht weiter, auch der beschwörende Aufruf von Diözesanbischof Ludwig Schwarz, "Rücken wir zusammen!", wird ignoriert.
Das einfache Kirchenvolk, das den Papst und die Bischöfe achtet, das keiner Streitpartei angehört, das weder konservativ noch fortschrittlich ist, sondern schlicht und einfach katholisch, das in die Kirche geht und dort die Predigten hört, dieser - überwiegende -Teil des Kirchenvolks kann sich nur wundern, wie man in einer Organisation miteinander umgeht, deren zentrale Botschaft die Liebe zu Gott und den Menschen ist. Zu allen Menschen, wohlgemerkt, auch zu jenen, die dort und da eine andere Meinung haben mögen.
Die Kirche ist zu groß, dass alle einer Meinung sein könnten. Aber eines könnten alle sein: guten Willens - und bereit, den guten Willen des Anderen anzuerkennen.
Solang diese Bereitschaft nicht besteht, wird es auch keinen Dialog geben. Und ohne Dialog wird der Kampf immer härter.

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