Brunner: Österreichs Anti-Atom-Politik auf dem Prüfstand

EU-Ministerrat will Atomkraft mit erneuerbarer Energie gleichstellen

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Sitzung
EU-Energieministerrats in Brüssel fordern die Grünen ein klares Bekenntnis von Wirtschaftsminister Mitterlehner zur Österreichs Anti-Atomkraft-Haltung in Europa. Bei der Sitzung sollen die Schlussfolgerungen der Energieminister zur Europäischen Energiestrategie beschlossen werden. Darin soll die Atomkraft - neben erneuerbarer und fossiler Energie - als heimische Energiequelle in der EU forciert werden.

"Das Papier verkennt völlig die Lage", meint die Grüne Energiesprecherin Christiane Brunner: "Natürlich ist die stärkere Nutzung von Energieressourcen in der EU notwendig, wie zuletzt erst die Gaskrise zeigte. Aber: Atomkraft ist ganz sicher keine EU-heimische Energiequelle, müssen die Kernbrennstoffe doch samt und sonders importiert werden. Von der mangelnden Sicherheit, den endlichen Uranreserven und der ungeklärten Endlagerung des Atommülls ganz zu schweigen. Auch die Stärkung fossiler Energiequelllen ist angesichts der schwindenden Reserven in Europa auch keine Lösung. Es bleibt also die Erhöhung der Energieeffizienz und der Ausbau erneuerbarer Energie."

Dass nicht nur die Grünen so denken zeigt eine Untersuchung von Fessel GfK, wonach sich nur 5 Prozent der ÖsterreicherInnen auf die langfristige Sicherheit von russischen Gaslieferungen verlassen und nach der Gaskrise drei Viertel der HausbesitzerInnen von Gas auf erneuerbare Energie umstellen wollen. Von Wirtschaftsminister Mitterlehner fordert Brunner ein klares Bekenntnis zum Ausbau der erneuerbaren Energie, massive Investitionen in die Effizienz und ein Eintreten gegen den weiteren Ausbau der Atomkraft in der EU.

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