Strache: Raiffeisen - ein Staat im Staat

Molterer intervenierte für Konrad bei Treichl wegen Übernahme der Erste Bank durch Raiffeisen

Wien (OTS) - Kritisch ins Visier nahm heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache in einer Presskonferenz den Raiffeisen-Konzern und die Machenschaften von dessen Generaldirektor Konrad.

In Bezug auf das aktuelle "News"-Interview mit dem Raiffeisen-General stellte Strache fest, dass dieser sicherlich nicht unrecht habe, dass "die große Gier" der Grund für die gegenwärtige Finanzkrise sein. Es sei allerdings schon interessant, "wenn das jemand sagt, der 1,75 Milliarden Euro vom Staat, also vom Steuerzahler nehmen will. Und der gleichzeitig versucht, einen Staat im Staat aufzubauen und über Österreich ein Giebelkreuz-Regime zu errichten."

Die ursprüngliche idealistische Aufgabe von Raiffeisen, als Genossenschaft der Bauern diesen das Leben wirtschaftlich zu erleichtern, werde längst nicht mehr erfüllt. Still und leise sei Raiffeisen zum größten Machtkoloss der Republik geworden, sagte Strache. "Die ÖVP spielt dabei den Handlanger des Konzerns und seines Chefs Konrad. Und Häupl assistiert dabei freundlich, um die reformunfreudige rotschwarze Schiene einzubetonieren." Und ÖVP-Abgeordnete wie Ferry Mayer, Stummvoll, Auer, Bartenstein, Molterer und natürlich Vizekanzler und Finanzminister Pröll dienten Konrad freudig als Raika-Söldner. Ein Anruf, und sie stünden "Habt acht". Raiffeisen habe mittlerweile schon fast mehr Nationalratsabgeordnete als die Grünen, so der FPÖ-Chef.

"Wie man hört, soll Konrad auch zu Beginn des ersten Halbjahrs 2008 zweimal beim damaligen Finanzminister Molterer angerufen und ihm gesagt haben, dass er bei Erste-Chef Treichl vorstellig werden und diesem die Übernahme der Erste durch Raiffeisen schmackhaft machen soll. Man wolle damit 'eine einzige, aber unschlagbar starke schwarze österreichische Bank schaffen'. Molterer soll daraufhin zweimal bei Treichl interveniert haben, der dieses Ansinnen klar abgelehnt hat, erläuterte Strache. "Weiters soll Konrad ja auch laut Zeugen, die namentlich noch nicht genannt werden wollen, im Juli des Vorjahres der jetzigen Justizministerin Bandion-Ortner ihr Amt angeboten haben. Das soll sich im Gasthaus "Rudi’s Beisl", gelegen in der Wiedner Hauptstraße 88a, ereignet haben. Ich habe diesbezüglich eine parlamentarische Anfrage an die Justizministerin gestellt, deren Beantwortung noch ausständig ist."

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