Appell von SOS-Kinderdorf: Österreichische Regierung muss seiner Verantwortung in der Welt nachkommen!

SOS-Kinderdorf dankt der Regierung für die Nominierung zum Friedensnobelpreis und fordert eine Erhöhung der Mittel für die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit.

Wien/Innsbruck (OTS) - "Die Nominierung von SOS-Kinderdorf zum Friedensnobelpreis im heurigen 60. Jubiläumsjahr ist eine besondere Anerkennung der weltweiten SOS-Kinderdorf-Arbeit durch die österreichische Regierung", freut sich Christian Moser, Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf Österreich. Kein Grund zur Freude seien allerdings die geplanten Budgetkürzungen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Diese bereiten ihm Sorgen, da die zukünftige Förderung von wichtigen SOS-Kinderdorf Hilfsprojekten für notleidende Kinder und deren Familien gefährdet seien. Derzeit werden von SOS-Kinderdorf durch Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit über 2.000 besonders benachteiligte Kinder und deren Familien im krisengeschüttelten Simbabwe und in Äthiopien unterstützt.

"In den Budgetverhandlungen, die am Freitag zwischen Minister Pröll und Minister Spindelegger stattfinden, wird sich Österreichs Bekenntnis zu einer solidarischen Welt zeigen", so Christian Moser weiter. Ohne die Bereitstellung zusätzlicher Mittel wird die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit 2009 dramatisch zurückfallen. Österreich, das zu den reichsten Ländern der Welt zählt, droht dann zu den europäischen Schlusslichtern zu werden.

So fordert SOS-Kinderdorf gemeinsam mit der österreichischen EZA-Dachorganisation "Globale Verantwortung" eine Erhöhung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit auf 0,51 % des Brutto-National-Einkommens (BNE) bis 2010 und eine Verdoppelung des Budgets der Austrian Development Agency auf 200 Millionen Euro.

SOS-Kinderdorf International möchte seine Arbeit bis 2016 ausbauen und 1 Million besonders benachteiligter Kinder erreichen. "Die Not in vielen Teilen der Welt fordert eine Verstärkung der Hilfen. Dazu sind verlässliche Partner, wie die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit eine ist, auch in Zukunft dringend notwendig", appelliert Christian Moser.

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Mobil: 0699 18234 055, nicole.nassar@sos-kd.org
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