Raiffeisen-Ostinitiative: BZÖ-Bucher: Prölls "Tour de Blamage"

Ein Agrarökonom versucht sich als Geldmarktexperte - schriftliche Anfrage an den Finanzminister

Wien (OTS) - "Von Tag zu Tag wird es nun klarer, wer in dieser Bundesregierung eigentlich das große Sagen hat. Anscheinend war der Raiffeisen-Konzern Auftraggeber der Osteuropareise von Finanzminister Pröll. Interessant zu hinterfragen ist daher auch, wer denn diese Pröllsche Osteuropa-Rundreise mit Jet und Vollpension nun wirklich finanziert hat", kommentiert heute BZÖ-Klubobmann Abg. Josef Bucher die "Tour de Blamage" und kündigt eine diesbezügliche schriftliche Anfrage an den Finanzminister ankündigte.

Nicht nur die Medien schreiben von einer "rätselhaften und rutschigen Reise" Prölls in den Osten. Seine Initiative zur Unterstützung von Ost- und Südosteuropäischen Staaten war lediglich eine "Tour de Blamage", kritisierte Bucher. Gestern lehnte sogar Vizepremier Alexandr Vondra im Namen des derzeitigen EU-Vorsitzlandes Tschechien diese Unterstützung dezidiert ab. Auch für EU-Wirtschaftskommissar Joaquin Almunia gibt es "formal keine österreichische Initiative", wie er vor Journalisten erklärte. Er habe bisher lediglich mit Vizekanzler Josef Pröll vor dem Finanzministertreffen telefoniert, bei dem dieser dann "leider nicht selbst da war". "Bei diesem wichtigen Finanzministertreffen hätte Pröll sein Vorhaben ventilieren können und unbedingt dabei sein müssen. Vor allem hätte Pröll diese Reise professioneller vorbereiten müssen. Was nun von diesem Trip übrig bleibt: Ein Agrarökonom versucht sich als Geldmarktexperte", meinte Bucher.

"Anstatt derart sinnlose Reisen im Auftrag von Raiffeisen zu unternehmen, müsste der Finanzminister dafür sorgen, dass endlich Klarheit über die tatsächlichen Probleme der Banken geschaffen wird, betonte Bucher abschließend.

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