Mölzer: Skandalöse Respektlosigkeit der EU-Fanatiker gegenüber Vaclav Klaus

ÖVP-EU-Mandatar Rack beschimpft tschechischen Präsidenten als "Oberlehrer" -Klaus’ Ablehnung des Lissabon-Vertrags auch von antideutschen Reflexen getragen

Wien (OTS) - Als skandalös bezeichnete der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer das Verhalten der EU-Fanatiker - sowohl der linken als auch jener aus den Reihen der ÖVP - während der heutigen Rede des tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Klaus vor dem Europäischen Parlament in Brüssel: Während Klaus sprach und die unzähligen Irrwege der Europäischen Union anprangerte, zogen die EUphoriker aus. Und den Höhepunkt lieferte der ÖVP-Mandatar Rack, als er den tschechischen Präsidenten laut schreiend als ‚Oberlehrer’ beschimpfte", berichtete Mölzer.

Die heutigen Vorgänge seien ein Beweis dafür, so der freiheitliche EU-Mandatar, daß das EU-Polit-Establishment zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit EU-Kritikern offenbar weder fähig noch willens ist. "Es war nicht nur eine Respektlosigkeit gegenüber einem Staatsoberhaupt eines EU-Mitgliedstaates, sondern auch fern jeden Mindestmaßes an demokratischer Kultur. Die EU-Zentralisten weigern sich, weil sie sich im Besitz der alleinigen Wahrheit glauben, andere Meinungen auch nur anzuhören. Dabei ist Vaclav Klaus kein Anti-Europäer, weil er gegen den Vertrag von Lissabon ist, sondern ein Pro-Europäer, weil er für die Erhaltung eines Europas der nationalen und ethnischen Vielfalt kämpft", betonte Mölzer.

Allerdings wies Mölzer auch darauf hin, daß Klaus’ EU-Kritik und vor allem sein Eintreten gegen den Lissabonner Vertrag auch von unübersehbaren antideutschen Reflexen getragen sei. "Klaus und andere tschechische EU-Kritiker haben den Vertrag von Lissabon nicht nur deswegen abgelehnt, weil er Tschechien zu einer Brüsseler Provinz degradieren würde, sondern auch deshalb, weil sie sich um die weitere Geltung der menschen- und völkerrechtswidrigen Benes-Dekrete sorgen. Es sei nur daran erinnert, daß das tschechische Abgeordnetenhaus gestern nicht nur den Lissabonner Vertrag abgesegnet hat, sondern auch einen Beschluß angenommen hat, um eine Wiedergutmachung des den Sudetendeutschen zugefügten Unrechts zu verhindern", schloß der freiheitliche Europaparlamentarier.

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