FPÖ-Wien: Psychiatrie-Untersuchungskommission beendet

Jetzt müssen Taten folgen

Wien, 19.02.2009 (fpd) - Mit der heutigen Beendigung der Untersuchungskommission zur Situation der psychiatrischen Versorgung in Wien und der folgenden Debatte im Wiener Gemeinderat am 23. Februar 09 steht für die Vertreter der FPÖ, GR David Lasar und GR Veronika Matiasek fest, dass es sehr wohl Probleme im Bereich der Versorgung und Unterbringung von psychiatrischen Patienten gebe, Schwerpunkt der Missstände sei der Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Damit der große Aufwand, den die Einsetzung der Kommission erfordert habe, sich entsprechend lohne, seien nun die zuständigen Vertreter der SPÖ-Stadtregierung am Zug. Handlungsbedarf gebe es vor allem, die noch anstehenden baulichen Maßnahmen in den Pavillons der Psychiatrie im OWS zu beschleunigen, um endlich zeitgemäße und sichere Unterbringung für die Patienten und bestmögliche Arbeitsbedingungen für die medizinische Versorgung zu gewährleisten, fordern die FPÖ-Vertreter.

"Auch im Bereich der personellen Ausstattung gibt es spürbare Mängel, vor allem für die Nachtdienste muss es rasch mehr Ärzte und Pflegepersonal geben", fordert Lasar.

Im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie fehle es vor allem an einer Einrichtung für besonders schwierige Patienten, die weder in eine stationäre Unterbringung gehören, noch bei ihren Familien leben können. "Hier handelt es sich um nicht einmal 20 besonders betreuungsbedürftige junge Menschen, deren Zukunft von einer maßgeschneiderten Versorgung abhängig ist, die derzeit nicht gewährleistet werden kann. Die Kinder und Jugendlichen müssen in anderen Bundesländern untergebracht werden, ein Kind wurde sogar bis Brandenburg (D) geschickt. Das muss ein Ende haben", tritt Matiasek nachdrücklich für die unverzügliche Einrichtung einer entsprechenden therapeutischen Unterbringungsmöglichkeit ein.

Ebenso gebe es lange Wartezeiten in vielen Bereichen der Versorgung und Therapie von Kindern und Jugendlichen betreffend psychiatrischer und psychosomatischer Krankheitsbilder. Die Früherkennung und Frühförderung zu verbessern, sei ein Gebot der Stunde. Lange Wartezeiten und Aufnahmesperren bei den einzelnen Institutionen seien in Wien leider an der Tagesordnung, kritisieren die FPÖ-Mandatare.

"Wir haben die Untersuchungskommission nicht als politische Bühne gesehen, sondern unser Augenmerk auf die vorhandenen Problemfelder gelegt und unser größtes Anliegen ist es, dass alle Patienten in Zukunft die bestmögliche Versorgung bekommen. Da darf man nichts schön reden, sondern muss den Tatsachen ins Auge sehen. Wir hoffen, dass die Untersuchungskommission dazu beigetragen hat und werden entsprechende Anträge vorlegen", erklären Lasar und Matiasek unisono.(Schluss)paw

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