• 19.02.2009, 11:59:04
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  • OTS0154 OTW0154

FPÖ-Herbert: Kein Bedarf an zusätzlichen Fremdsprachenkursen für die Exekutive

BZÖ-Forderung steht in keiner Relation zum praktischen Nutzen für die polizeiliche Arbeit

Wien (OTS) - "Realitätsfern und praxisfremd", so kommentierte
heute der Vorsitzende der AUF/Exekutive-Wien und freiheitliche
Bereichsprecher für den öffentlichen Dienst Werner Herbert die
Forderung des BZÖ nach mehr Fremdsprachenkursen für Polizisten.

Einerseits sei das derzeitige Angebot an Fremdsprachenkursen bei der
Exekutive völlig ausreichend, andererseits würden dadurch noch mehr
Polizisten von exekutiven Außendienstbereichen abgezogen, weil die
Teilnahme an derartigen Fortbildungskursen grundsätzlich während der
Dienstzeit erfolgt und dadurch die ohnedies prekäre Personalsituation
bei der Exekutive noch mehr verschärft würde.

"Der Vorschlag des BZÖ bedeutet, dass einige wenige Beamte auf
Staatskosten und auf dem Rücken der Kollegenschaft ihre Fremdsprachen
verbessern könnten, während deren Arbeit in dieser Zeit liegen bleibt
oder von anderen Polizisten erledigt werden muss", so Herbert weiter.
"Darüberhinaus besteht die Gefahr, dass derart fremdsprachlich
ausgebildete Exekutivbeamte in weiterer Folge vom BMI zu
Übersetzungsarbeiten und Dolmetschdiensten herangezogen werden und
dafür nicht nur eine unzureichende finanzielle Entschädigung
erhalten, sondern während dieser Zeit auch für den praktischen
Polizeidienst, insbesondere im Bereich des exekutiven Außendienstes,
nur eingeschränkt zur Verfügung stehen."

Das wäre nicht nur vom kollegialen Standpunkt aus betrachtet äußerst
unsozial, sondern auch hinsichtlich der anfallenden Kosten
abzulehnen, stellt daher Herbert fest. Das Geld, dass hier für die
Abhaltung der nicht benötigten Fremdsprachenkurse verwendet werden
würde, wäre im Exekutivbereich an anderer Stelle weit sinnvoller
angelegt, etwa bei der Anschaffung dringend notwendiger Ausrüstungs-
und Einsatzmittel oder bei der Verbesserung der Ausstattung in den
Polizeiinspektionen.

"Es ist daher nicht einzusehen, warum der ohnedies finanziell mehr
als kurz gehaltene Exekutivbereich für ausufernde Dolmetschkosten
herhalten soll, so Herbert abschließend. Die Polizistinnen und
Polizisten, die hervorragende Arbeit für die Bevölkerung leisten,
sind in ihrer exekutiven Tätigkeit zu unterstützen. Forderungen wie
jene des BZÖ, die zu einer weiteren personellen Einschränkung im
Exekutivbereich führen sind da nicht nur kontraproduktiv, sondern
auch absolut entbehrlich."

Rückfragehinweis:
FPÖ

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