FPÖ-Herbert: Kein Bedarf an zusätzlichen Fremdsprachenkursen für die Exekutive

BZÖ-Forderung steht in keiner Relation zum praktischen Nutzen für die polizeiliche Arbeit

Wien (OTS) - "Realitätsfern und praxisfremd", so kommentierte
heute der Vorsitzende der AUF/Exekutive-Wien und freiheitliche Bereichsprecher für den öffentlichen Dienst Werner Herbert die Forderung des BZÖ nach mehr Fremdsprachenkursen für Polizisten.

Einerseits sei das derzeitige Angebot an Fremdsprachenkursen bei der Exekutive völlig ausreichend, andererseits würden dadurch noch mehr Polizisten von exekutiven Außendienstbereichen abgezogen, weil die Teilnahme an derartigen Fortbildungskursen grundsätzlich während der Dienstzeit erfolgt und dadurch die ohnedies prekäre Personalsituation bei der Exekutive noch mehr verschärft würde.

"Der Vorschlag des BZÖ bedeutet, dass einige wenige Beamte auf Staatskosten und auf dem Rücken der Kollegenschaft ihre Fremdsprachen verbessern könnten, während deren Arbeit in dieser Zeit liegen bleibt oder von anderen Polizisten erledigt werden muss", so Herbert weiter. "Darüberhinaus besteht die Gefahr, dass derart fremdsprachlich ausgebildete Exekutivbeamte in weiterer Folge vom BMI zu Übersetzungsarbeiten und Dolmetschdiensten herangezogen werden und dafür nicht nur eine unzureichende finanzielle Entschädigung erhalten, sondern während dieser Zeit auch für den praktischen Polizeidienst, insbesondere im Bereich des exekutiven Außendienstes, nur eingeschränkt zur Verfügung stehen."

Das wäre nicht nur vom kollegialen Standpunkt aus betrachtet äußerst unsozial, sondern auch hinsichtlich der anfallenden Kosten abzulehnen, stellt daher Herbert fest. Das Geld, dass hier für die Abhaltung der nicht benötigten Fremdsprachenkurse verwendet werden würde, wäre im Exekutivbereich an anderer Stelle weit sinnvoller angelegt, etwa bei der Anschaffung dringend notwendiger Ausrüstungs-und Einsatzmittel oder bei der Verbesserung der Ausstattung in den Polizeiinspektionen.

"Es ist daher nicht einzusehen, warum der ohnedies finanziell mehr als kurz gehaltene Exekutivbereich für ausufernde Dolmetschkosten herhalten soll, so Herbert abschließend. Die Polizistinnen und Polizisten, die hervorragende Arbeit für die Bevölkerung leisten, sind in ihrer exekutiven Tätigkeit zu unterstützen. Forderungen wie jene des BZÖ, die zu einer weiteren personellen Einschränkung im Exekutivbereich führen sind da nicht nur kontraproduktiv, sondern auch absolut entbehrlich."

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