Volkshilfe: Kein Sparen auf dem Rücken der Ärmsten!

Weidenholzer fordert Aufstockung der Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit

Wien (OTS) - Wenn sich Finanzminister Pröll und Außenminister Spindelegger morgen zu Budgetverhandlungen treffen, droht eine drastische Kürzung der Ausgaben für EZA und Humanitäre Hilfe - Pröll hat bereits angekündigt, die Budgets der einzelnen MinisterInnen um 10% reduzieren zu wollen.

Volkshilfe-Präsident Univ.Prof. Dr. Josef Weidenholzer:
"Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt und hat sich unter anderem im Rahmen der EU und der Millennium Development Goals (MDG) der Vereinten Nationen dazu bekannt, die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit bis 2015 auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen. Ein so wohlhabender Staat hat die Verpflichtung, weltweit jene zu unterstützen, die unter Armut und Ausbeutung leiden." Wirtschaftliche und soziale Probleme der anderen würden sich außerdem in in einer globalisierten Weltgemeinschaft langfristig nicht zuletzt auch auf unser Land auswirken.

Besonders die internationale Arbeit von österreichischen NGOs wäre von den Budgetkürzungen betroffen. Die Volkshilfe Österreich engagiert sich seit vielen Jahren gegen Armut und Not im Sinne einer nachhaltigen und langfristigen Entwicklungszusammenarbeit für Menschen in Armutsregionen, sie setzt sich dabei für Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen und die Stärkung von Frauen ein.

Viele Fortschritte in der Bekämpfung von Armut und Hunger werden nun zunichte gemacht - die Weltwirtschaftskrise sowie humanitäre und Naturkatastrophen haben die Lebensbedingungen in zahlreichen Ländern dramatisch verschlechtert. Weidenholzer dazu: "Die Wirtschaftskrise ist eine von den Reichen gemachte Krise, aber es sind die Allerärmsten in den Entwicklungsländern, die es am stärksten trifft. Den verantwortlichen Banken werden Milliarden-Hilfspakete gewährt, während die Unterstützung für Millionen von armen, kranken und hungrigen Menschen nun heruntergeschraubt werden soll. Die Politik des wohlhabenden Österreich muss gerade in Zeiten der Krise Mut zur Solidarität zeigen."

Die Volkshilfe fordert deshalb eine deutliche Erhöhung der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit und die direkte Humanitäre Hilfe.

Die geplanten Budgetkürzungen betreffen aber nicht nur die Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe. Auch das Sozialministerium soll nicht vor massiven Budgetkürzungen verschont werden - damit drohen auch im Inland empfindliche Einschnitte in den Sozialstaat.

Spendenkonto: PSK 1.740.400; Kennwort "Internationale Hilfe"

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