Wirtschaftskrise: Bischof Schwarz mahnt zu solidarischen Lösungen

"Allianz für den freien Sonntag": Offene Geschäfte am Sonntag kein taugliches Krisen-Instrument

Wien, 19.2.09 (KAP) Mit Besorgnis hat "Sozialbischof" Ludwig Schwarz auf den jüngsten Vorschlag des neuen Chefs der "Shopping City Süd" reagiert, zur Bewältigung der aktuellen Wirtschaftskrise die Geschäfte an einigen Sonntagen im Jahr offen zu halten. Es sei bedauerlich, so Schwarz in einer Presseaussendung der "Allianz für den freien Sonntag", "wenn manchen Managern jeglicher Blick auf das Gemeinwohl fehlt. Gerade in so schwierigen Zeiten sind solidarische Lösungen gefragt." Der Linzer Bischof ist in der Österreichischen Bischofskonferenz für Sozialfragen zuständig und einer der Sprecher der "Allianz für den freien Sonntag".

Die Allianz hielt in einer Presseaussendung fest, dass die Sorgen und Probleme der Menschen derzeit eindeutig anderswo liegen würden als bei offenen Geschäften am Sonntag. Viele fragten sich: "Habe ich genügend Einkommen, werde ich von Arbeitslosigkeit betroffen sein, werde ich meine Kredite zahlen können?" Franz Georg Brantner von der Gewerkschaft der Privatangestellten betont dazu: "Mit Sicherheit ist das Problem der Menschen und Konsumenten derzeit gewiss nicht, noch ein paar Stunden mehr Öffnungszeiten dazuzubekommen. Bei steigender Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit haben die Menschen, wenn sie überhaupt genug Geld in der Tasche haben, - so trist das auch ist -genügend Zeit für ihre Besorgungen."

SCS-Chef Markus Pichler hatte gegenüber der Tageszeitung "Der Standard" (Mittwoch-Ausgabe) gemeint, dass die Sonntagsöffnung "in schwierigen Zeiten wie diesen" neu an Relevanz gewinne. Er könne sich gut vorstellen, vier bis sechs Sonntage im Jahr offen zu halten. (ende)
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