• 19.02.2009, 09:14:09
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ÖAMTC-Crashtest: Vier Fahrzeuge mit fünf Sternen ausgezeichnet (+Grafik, +Bilder, +Videos)

Erstmals kam das neue Bewertungssystem bei Euro NCAP-Tests zur Anwendung

Wien (OTS) - Erstmalig wurden beim aktuellen European New Car
Assessment Programme-Crashtest (Euro NCAP) Fahrzeuge nicht mehr in
den drei Kategorien Erwachsenensicherheit, Fußgängerschutz und
Kindersicherheit separat mit Sternen bewertet. "Es wird nur mehr eine
Gesamtnote vergeben, die den Konsumenten auf einen Blick die
Sicherheit eines Automodells in allen Bereichen zeigt", freut sich
ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. "Fünf Sterne sind gleichzusetzen mit
einem sicheren Auto." Neu hinzugekommen ist auch, dass die drei
bekannten Bewertungskriterien (Erwachsenensicherheit, Fußgängerschutz
und Kindersicherheit) um ein viertes erweitert wurden. In der
Kategorie "Sicherheitsassistenten" werden nun auch Fahrerassistenten
und aktive Sicherheitstechnologien wie zum Beispiel
Stabilitätsprogramme (ESP) oder Spurhaltesysteme beurteilt. "Diesen
Technologien kommt bei der Verkehrssicherheit eine wesentliche Rolle
zu", erklärt der ÖAMTC-Experte. "Sie helfen nicht nur Unfälle zu
vermeiden, sondern minimieren auch das Verletzungsrisiko der
Fahrzeuginsassen." Fünf Sterne gibt es daher nur mehr für Fahrzeuge,
die serienmäßig zumindest mit einem elektronischen
Stabilitätsprogramm (ESP, auch ESC für: electronic stability control)
ausgestattet sind.

"Von den sechs getesteten Fahrzeugen konnten gleich vier, der
Toyota Avensis, der Toyota iQ, der Mazda 6 und der Mitsubishi Lancer,
mit fünf Sternen bewertet werden", berichtet Lang. Der Citroen C3
Picasso und der Subaru Impreza erhielten nach dem neuen
Bewertungsschema vier Sterne. "Bei beiden Fahrzeugen, die durchwegs
in allen Bereichen ein gutes Ergebnis erzielten, ist die
Viersterne-Bewertung auf das Fehlen einer serienmäßigen Ausstattung
mit ESP zurückzuführen", weiß der ÖAMTC-Experte. Auch wenn der Subaru
Impreza nicht zu den top-prämierten Fahrzeugen zählt, so ist er doch
in punkto Fußgängerschutz unter den getesteten Fahrzeugen das Maß
aller Dinge. "Bei den meisten Fahrzeugen ist die Front nach wie vor
zu aggressiv gebaut. Ein Zusammenprall mit solch einem Auto endet für
einen Fußgänger meist tödlich", erläutert Lang.

Neue Testanordnungen - alle Autos schneiden mehr oder weniger
schlecht ab

Und noch eine Gemeinsamkeit eint alle getesteten Fahrzeuge. "Ganz
gleich ob mit fünf oder vier Sternen bewertet, bei neu eingeführten
Testsituationen schneiden alle Autos mehr oder weniger schlecht ab",
sagt der ÖAMTC-Cheftechniker. Beim Pfahltest, der mittels einer
Stahlsäule den seitlichen Aufprall auf einen Baum oder Lichtmasten
simuliert, wurden an den Dummies erstmals Sensoren im Bereich des
ganzen Körpers angebracht. "Bei der Auswertung der Ergebnisse zeigt
sich deutlich, dass der Bereich des Kopfes durch Airbags bereits gut
geschützt ist. Im Brustbereich ist der Schutz hingegen völlig
unzureichend", kritisiert Lang. Neu ist auch die Simulation eines
Auffahrunfalls. Bei dieser Testanordnung werden die Belastungen im
Nacken gemessen. "Auch hier zeigt sich leider, dass noch großer
Aufholbedarf bei den einzelnen Fahrzeugherstellern besteht", zeigt
sich der ÖAMTC-Cheftechniker besorgt.

Alles in allem hat sich das neue Bewertungsschema bewährt.
"Detailergebnisse der einzelnen Kategorien gibt es immer noch. Dem
Konsumenten wurde jedoch der Vergleich der einzelnen Modelle
erheblich erleichtert", freut sich Lang. "Mit dem Euro
NCAP-Crashtests steht potentiellen Autokäufern ein unabhängiges
Prüfprogramm zur Verfügung, das sie bei der Kaufentscheidung objektiv
unterstützt."

Aviso an die Redaktionen:

Bildmaterial und Grafiken zu dieser Aussendung sind unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Ralph Schüller
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:pressestelle@oeamtc.at
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