Neugebauer zum Welttag für Soziale Gerechtigkeit: Grundwerte der christlichen Soziallehre in Zeiten der Krise wichtiger denn je

Wien 20. Februar 2009 (OTS) „Gerade in Zeiten der Krise ist es wichtiger denn je, sich auf die Grundwerte der christlichen Soziallehre zu besinnen“, betonte der II. Nationalratspräsident und ÖAAB-Bundesobmann Fritz Neugebauer anlässlich des erstmaligen Begehens des Welttages für Soziale Gerechtigkeit am 20. Februar. Gerade die christliche Soziallehre fuße auf den Prinzipien der Solidarität und Subsidiarität, die heute aktueller denn je seien und in vielerlei Bereichen den Schlüssel zur Problemlösung bildeten. ****

„Soziale Gerechtigkeit ist nicht nur der Schlüsselbegriff, sondern auch Voraussetzung für eine Gesellschaft, die ein feingewebtes Netz der sozialen Sicherheit all jenen zur Verfügung stellt, die es brauchen. Daher muss das Sozialsystem auch ständig kritisch hinterfragt werden, um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden“, so Neugebauer.

Durch eine nachhaltige und vorausschauende Politik der vergangenen Jahre konnte ein sehr hoher Beschäftigungsgrad erzielt werden. Gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten gilt es jetzt aber, die Menschen durch unterschiedlichste Maßnahmen wie die Ausweitung der Kurzarbeitsmöglichkeiten bzw. Weiterbildungsmaßnahmen in Beschäftigung zu halten.

Aber auch unser für alle gleich zugängliches Gesundheitssystem sowie ein System der Altersvorsorge, das den Anforderungen der intergenerativen Gerechtigkeit Genüge tut, seien Leistungen des österreichischen Sozialstaats, die von einen breiten gesellschaftlichen Konsens getragen werden und beispielgebend für viele andere Staaten seien.

In diesem Lichte sei auch die geplante Entlastung der Familien zu sehen, da „die Politik auch klare Antworten auf die demographische Entwicklung geben muss. Familien mit Kindern sind
die Keimzelle der Gesellschaft, und daher müssen Entlastungs- und Unterstützungsmaßnahmen gerade in diesem Bereich gesetzt werden, um so einen Beitrag dazu zu leisten, dass wieder mehr Menschen ‚ja’ zu Kindern sagen“, so Neugebauer.

„Der Welttag für Soziale Gerechtigkeit soll in der Gesellschaft nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Realität sein und uns von nun an jährlich mahnen, das Gefüge unseres auf der ökosozialen Marktwirtschaft basierenden Sozialstaates auf die Aspekte der intergenerativen sozialen Gerechtigkeit hin zu überprüfen“, so Neugebauer abschließend.

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