Kuntzl: Richtige Konsequenzen aus Uni-Bericht ziehen

Finanzielle Absicherung, bessere Bedingungen für berufstätige Studierende

Wien (SK) - "Jetzt müssen die richtigen Konsequenzen aus den Ergebnissen des Universitätsberichts 2008 gezogen werden. Das heißt, es sind deutliche Verbesserungen bei der finanziellen Ausstattung, bei der Betreuungsrelation bei den Rahmenbedingungen, insbesondere auch für berufstätige Studierende, notwendig", erklärte SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl zum heute im Wissenschaftsausschuss des Parlaments behandelten Hochschulbericht 2008. Die Universitäten müssen auf finanziell sichere Beine gestellt werden, denn gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss der tertiäre Bildungssektor ausreichend unterstützt werden, um auch im internationalen Wettbewerb mithalten zu können, betonte Kuntzl am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Der Bericht bestätige all die Mängel, auf die die SPÖ in den letzten Jahren immer wieder hingewiesen habe und die auch von der OECD kritisiert wurden. Die Universitäten leiden unter akutem Personal- und Raummangel, die durchschnittliche Betreuungsrelation zwischen ProfessorInnen und Studierenden beträgt etwa 1 zu 104. "Durch die schwierigen Studienbedingungen haben wir im internationalen Vergleich zu lange durchschnittliche Studiendauern und eine zu niedrige Abschluss- bzw. AkademikerInnenquote", so Kuntzl.

Kuntzl fordert auch, dass die schwierigen Bedingungen für die stark steigende Zahl an berufstätigen Studierenden stärker berücksichtigt werden müssten. In Österreich sind 59 Prozent aller Studierenden während des Semesters erwerbstätig. "Hier müssen dringend Teilzeitstudienmodelle angeboten werden, damit auch Berufstätige die Möglichkeit haben, die vorgeschriebenen Lehrveranstaltungen zu besuchen und ein Studium in angemessener Zeit abzuschließen." (Schluss) mb/sv

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