OeNB - Konsolidierter Wochenausweis des Eurosystems zum 13.Februar 2009

Wien (OTS) - Positionen, die nicht mit geldpolitischen Operationen zusammenhängen

In der Woche zum 13. Februar 2009 spiegelte der Rückgang um 155 Mio EUR in Gold und Goldforderungen (Aktiva I) die Veräußerung von Gold durch eine Zentralbank des Eurosystems (in Übereinstimmung mit der Vereinbarung der Zentralbanken über Goldbestände, die am 27. September 2004 in Kraft trat) sowie den Nettoerwerb von Goldmünzen durch eine andere Zentralbank des Eurosystems wider.

Die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung (Aktiva 2 und 3 abzüglich Passiva 7, 8 und 9) nahm aufgrund von Kunden- und Portfoliotransaktionen sowie von liquiditätszuführenden Geschäften in US-Dollar um 3,3 Mrd EUR auf 311,7 Mrd EUR ab. Am Donnerstag, dem 12. Februar 2009, wurde eine liquiditätszuführende befristete Transaktion in US-Dollar in Höhe von 21,3 Mrd USD fällig, und eine neue Transaktion in Höhe von 15,4 Mrd USD mit einer Laufzeit von 28 Tagen wurde abgewickelt. Am selben Tag wurde eine weitere liquiditätszuführende befristete Transaktion in US-Dollar in Höhe von 59,1 Mrd USD fällig, und eine neue Transaktion in Höhe von 70 Mrd USD mit einer Laufzeit von sieben Tagen wurde abgewickelt. Ebenfalls am Donnerstag, dem 12. Februar 2009, wurde ein EUR/USD-Devisenswapgeschäft in Höhe von 0,1 Mrd USD mit einer Laufzeit von 28 Tagen fällig. Dieses Devisenswapgeschäft hatte keine Auswirkungen auf die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung. Alle auf US-Dollar lautenden Geschäfte wurden vom Eurosystem im Zusammenhang mit dem befristeten wechselseitigen Währungsabkommen (Swap-Vereinbarung) zwischen der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Federal Reserve System durchgeführt. Am Mittwoch, dem 11. Februar 2009, wurde ein EUR/CHF-Devisenswapgeschäft in Höhe von 35,3 Mrd CHF fällig, und ein neues Geschäft in Höhe von 35,7 Mrd CHF mit einer Laufzeit von sieben Tagen wurde abgewickelt. Am Freitag, dem 13. Februar 2009, wurde ein EUR/CHF-Devisenswapgeschäft in Höhe von 0,7 Mrd CHF mit einer Laufzeit von 84 Tagen fällig. Diese Geschäfte wurden vom Eurosystem im Zusammenhang mit dem befristeten wechselseitigen Währungsabkommen (Swap-Vereinbarung) zwischen der EZB und der Schweizerischen Nationalbank durchgeführt und hatten keine Auswirkungen auf die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung.

Die Bestände des Eurosystems an marktgängigen Wertpapieren in Euro von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet (Aktiva 7) nahmen um 2,3 Mrd EUR auf 283,7 Mrd EUR zu. Der Banknotenumlauf (Passiva 1) verringerte sich um 1,2 Mrd EUR auf 740,7 Mrd EUR. Die Einlagen von öffentlichen Haushalten (Passiva 5.1) erhöhten sich um 1,7 Mrd EUR auf 82,6 Mrd EUR.

Positionen im Zusammenhang mit geldpolitischen Operationen

Die Nettoforderungen des Eurosystems an Kreditinstitute (Aktiva 5 abzüglich Passiva 2.2, 2.3, 2.4, 2.5 und 4) stiegen um 49,3 Mrd EUR auf 605,2 Mrd EUR. Am Mittwoch, dem 11. Februar 2009, wurde ein Hauptrefinanzierungsgeschäft in Höhe von 207,1 Mrd EUR fällig, und ein neues Geschäft in Höhe von 197,7 Mrd EUR wurde abgewickelt. Am selben Tag wurde ein zusätzliches längerfristiges Refinanzierungsgeschäft in Höhe von 113,4 Mrd EUR fällig, und ein neues Geschäft in Höhe von 104,7 Mrd EUR mit einer Laufzeit von 28 Tagen wurde abgewickelt. Am Donnerstag, dem 12. Februar 2009, wurde ein zusätzliches längerfristiges Refinanzierungsgeschäft in Höhe von 66,8 Mrd EUR fällig, und ein neues Geschäft in Höhe von 18,5 Mrd EUR mit einer Laufzeit von drei Monaten wurde abgewickelt. Am selben Tag wurde ein weiteres zusätzliches längerfristiges Refinanzierungsgeschäft in Höhe von 10,7 Mrd EUR mit einer Laufzeit von sechs Monaten abgewickelt.

Die Inanspruchnahme der Spitzenrefinanzierungsfazilität (Aktiva 5.5) betrug 0,6 Mrd EUR (gegenüber 0,8 Mrd EUR in der Vorwoche). Die Inanspruchnahme der Einlagefazilität (Passiva 2.2) belief sich auf 75,9 Mrd EUR (gegenüber 180,7 Mrd EUR in der Vorwoche).

Einlagen der Kreditinstitute im Euro-Währungsgebiet auf Girokonten

Im Ergebnis aller Transaktionen erhöhten sich die Einlagen der Kreditinstitute auf Girokonten beim Eurosystem (Passiva 2.1) um 52,5 Mrd EUR auf 247,5 Mrd EUR.

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