SP-Hora und SP-Valentin skeptisch gegenüber Forderung nach VOR-Kernzonenausweitung

Wien kann nicht Zusatzkosten von 15 Mio. Euro tragen - Kfz-Pendlerverkehr bereits im Umland eindämmen

Wien (SPW-K) - "Derzeit recht skeptisch" gegenüber der Forderung der Grünen nach einer sofortigen Ausweitung der VOR-Kernzone 100 gaben sich Dienstag der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ und Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Wiener Gemeinderates, Gemeinderat Karlheinz Hora, sowie der derzeitige Vorsitzende des Aufsichtsrates des Verkehrsverbundes Ostregion (VOR), SP-Gemeinderat Erich Valentin. In einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien betonten beide unisono, dass "Wien die zusätzlichen Kosten für eine solche Maßnahme in der Höhe von bis zu 15 Millionen Euro jedenfalls nicht tragen kann".

"Ziel einer sinnvollen Verkehrspolitik muss es sein, den Pendler-Individualverkehr bereits im Umland von Wien einzudämmen und die dafür notwendigen Stellplätze bei öffentlichen Verkehrsmitteln möglichst in der Nähe der Wohnorte der Pendler einzurichten", so Hora und Valentin weiter. Die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs im Wiener Umland durch ein umfassendes Maßnahmenbündel wäre jedenfalls zielführender als allein die Ausweitung der Kernzone um eine bisherige Außenzone, die postwendend umfangreiche neuerliche Forderungen ins noch fernere Umland - wie Wünschen von zahlreichen Gemeinden bereits belegten - nach sich ziehen würde. Das Herausheben einer einzelnen Komponente allein wäre also zu kurz gegriffen. Auch müsste immer darüber seriös nachgedacht werden, wer die Kosten für zusätzliche Angebote übernehme. "Wien hat jedenfalls seine Hausaufgaben bezüglich des öffentlichen Verkehrs gemacht", meinten die beiden SP-Politiker. Valentin verwies zudem auf die Sozialdata-Studie, der zufolge die Attraktivität des öffentlichen Verkehrsangebotes nicht ausschließlich vom Benützungstarif, sondern auch vom Streckennetz, von der Intervalldichte, dem Komfort, der guten Erreichbarkeit der Öffis usw. abhänge.

"Enttäuscht" zeigte sich Hora über die mit dem jüngsten ÖBB-Fahrplanwechsel in einigen Teilen Niederösterreichs eingetretenen Verschlechterungen hinsichtlich des Angebots für die Pendler. "Diese, von Niederösterreich nur mäßig erfolgreich bekämpften, für die Pendler teilweise besonders schmerzlichen Verschlechterungen, sind jedenfalls kein sinnvoller Beitrag zu den Bemühungen hinsichtlich des Umsteigens von mehr Pendlern vom Individual- auf den öffentlichen Verkehr", schlossen Hora und Valentin. (Schluss)

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