Brauner und Hundstorfer: 33 Mio.-Paket für Wiener Arbeitsmarkt

Wien (OTS) - "Das Wiener Arbeitsmarktpaket" im Ausmaß von
insgesamt 33 Millionen Euro stellten Montag Abend Wiens Wirtschaftsstadträtin Mag.a Renate Brauner und Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer im Rahmen eines Medientermins vor. Initiativen für Jugendliche und Lehre, eine Aufstockung von Arbeitsstiftungen und die Einführung der Bildungskarenz plus stehen dabei im Mittelpunkt.

Angesichts der globalen Wirtschaftflaute, "die auch Wien zu spüren bekommt, da soll man sich keinen Illusionen hingeben", so Brauner, gehe es darum, effiziente arbeitsmarktrelevante Initiativen zu setzen. Insgesamt stehen in Wien seitens des Bundes knapp 300 Millionen Euro für reine AMS-Förderungen zur Verfügung. Dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) stehen für 2009 mehr als 58 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Wiener Arbeitsmarktpaket 2009 werden zusätzliche 33 Millionen Euro mobilisiert, wobei die Stadt Wien dafür 10 Millionen Euro und das AMS 23 Millionen Euro beitragen. Fazit, so Brauner und Hundstorfer: "Die "Schutzschirme" zugunsten des Wiener Arbeitsmarktes sind aufgespannt."

Derzeit entwickle sich, so Brauner weiter, der Arbeitsmarkt in Wien stabil, auch in Sachen Frauenarbeitslosigkeit könne keine negative Entwicklung registriert werden. "Hier merkt man, dass sich unsere vielen Initiativen zugunsten von Frauen ausgezahlt haben", unterstrich Brauner.

Eine zentrale Rolle bei den präsentierten Maßnahmen zugunsten Jugendlicher, Personen in Bildungskarenz und gekündigten Personen spielt der waff mit seinen bewährten Qualifikationsangeboten. Zusammen mit Waff-Geschäftsführer Fritz Meißl illustrierte Brauner die einzelnen Schritte. Das "Jugendpaket" sieht vor, die überbetriebliche Lehrausbildung gemeinsam mit dem AMS von derzeit 3.500 auf 3.750 Plätze zu steigern. Die überbetriebliche Lehrausbildung ermöglicht, Jugendlichen die keinen betrieblichen Lehrplatz haben, dennoch eine entsprechende Ausbildung zu garantieren. "Meine Chance", so der Titel einer weiteren Maßnahme, zielt auf Jugendliche ab, die bislang über keine Bildungsabschlüsse verfügen. Hierzu sollen 250 Plätze für junge arbeitslose Personen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren eingerichtet werden. Organisiert seitens des waff stellt die Stadt dafür 2,7 Millionen Euro zur Verfügung. Für die wirklichen "Sorgenkinder" unter Jugendlichen am Wiener Arbeitsmarkt - Jugendliche also, die etwa die Schule abgebrochen haben - soll in nächster Zeit ein entsprechendes Übergangsmanagement geschaffen werden. In enger Verzahnung mit anderen Stellen, wie etwa Sozialamt, Schulen oder außerschulische Institutionen, soll versucht werden, diesen Jugendlichen wieder eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Budgetär stehen hierfür rund 2,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Im Bereich der Arbeitsstiftungen kommt es zu einem massiven Ausbau der Stiftungsplätze, konkret: von derzeit 300 auf 1.000 Plätze. Strategisch werden drei Formen der Stiftungen angeboten: Die Offene Arbeitsstiftung Wien (OAW) - hier wird die derzeitige Kapazität von 250 verdoppelt -, die offene Arbeitsstiftung Wien für Klein- und Mittelbetriebe und finanzschwache Unternehmen, wie auch die Regionale Insolvenz Stiftung. Bei letzterer werden die Stellen auf 150 ausgebaut.

Um Kündigungen zu vermeiden, führt die Stadt Wien gemeinsam mit dem AMS die Bildungskarenz plus ein. Diese innovative Form der Weiterbildung hilft einem Unternehmen, die Zahl der Beschäftigten zu erhalten, wenn es konjunkturell bedingt kurzfristige Auftragsrückgänge verzeichnet oder in vorübergehende wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät. Somit können Betriebe als Alternative zu den geänderten Kurzarbeitsbestimmungen des Bundes eine Förderung des waff erhalten, wenn sie mit ihren MitarbeiterInnen eine Bildungskarenz vereinbaren und so in ihre Aus- und Weiterbildung investieren.
Die Stadt Wien investiert 2009 eine Million Euro in diese Maßnahme. Der waff geht von einer durchschnittlichen Förderhöhe von 2.000 Euro aus. Die Bildungskarenz plus trägt dazu bei, die Arbeitsplätze von 500 ArbeitnehmerInnen zu sichern und gleichzeitig die Qualifikation der MitarbeiterInnen zu verbessern.

Laut Auskunft von Meißl wird der waff im heurigen Jahr mehr als 25.500 Wienerinnen und Wienern mit Beratung, Förderung und Maßnahmen zur Seite stehen. (Schluss) hch

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